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Berenike Felger begeistert die Kinder in der Rolle als komische und rotzfreche „Pfadfinderin Camilla“. Foto: Fux
Berenike Felger begeistert die Kinder in der Rolle als komische und rotzfreche „Pfadfinderin Camilla“. Foto: Fux
09.09.2018

Sommerfest der Kultur: Förderverein der Theaterschachtel begeistert seine Besucher

Neuhausen. Zu einem wahren Kultur-Event ist am Sonntag das Sommerfest des Fördervereins der Theaterschachtel Neuhausen geworden. Kleinkunst, Situationskomik, Pantomime, Sketche und Theater ganz unterschiedlicher Art sorgten in und rund um die Theaterschachtel für ein buntes, kurzweiliges Programm.

Witzige Szenen, die der Gesellschaft den Spiegel vorhielten, zeigte die hauseigene Amateurtheatergruppe. Treffend eine wortlos nachgestellte Situation an der Bushaltestelle: Alle blicken auf ihr Handy, wischen und schreiben, sind vertieft in die digitale, die mediale Welt – und merken am Ende nicht, dass der Bus längst an ihnen vorbeigefahren ist.

Die Gesichter hinter Masken versteckt, die Köpfe starr gesenkt, die Augen aufs Display geheftet, wurde das Handy-Zeitalter eindrucksvoll hinterfragt. Mit Witz und viel Charme nahm die Gruppe auch die Themen Blinde-Date und Internet-Partnersuche aufs Korn. Dass einige der Amateurtheatergruppe erstmals vor Publikum auf der Bühne standen, merkte man nicht, denn Anne von der Vring von der Theaterschachtel hatte den Teilnehmern des Schauspielworkshops das nötige Rüstzeug für den Auftritt mitgegeben: Es sind kleine Gesten, Augenblicke, die viel aussagen, faszinieren und zeigen, wie man prompt auf Kommando lachen kann – und wie ansteckend das sein kann.

„Das glücklichste Huhn der Welt“ (Susann Würth vom Theater Option Orange) war derweil gackernd im Garten der Theaterschachtel unterwegs und ging mit dem Publikum auf Tuchfühlung. Berenike Felger vom gleichnamigen Theater schuf mit der Clown-Figur Camilla, die als Pfadfinderin irrsinnig komisch und rotzfrech ist, einen spritzig-humorvollen Charakter, der auch in der Theaterschachtel keine Scheu kannte und vor Nichts Halt machte.

Umherschleichende Figuren

Überhaupt waren es häufig die herumschleichenden Figuren, die im Garten, im Hof, im Theater auf immer wieder überraschtes Publikum trafen. Für pointierte Sketche waren auch Meike Müller und Anne von der Vring (Theaterschachtel) zuständig.

Schon lustig, wenn man an der Imbissbude doch tatsächlich keine Extras wollte, obwohl sie von Meike Müller so wortgewaltig an die Kunden gebracht wurden, dass Widerstand nahezu zwecklos erschien. Die Besucher erhielten obendrein Einblick in kurze Improvisationsszenen, die Kinder beim Ferienprogramm in Sachen Spiel, Theater und Maskenbau gelernt hatten.