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Sopranistin Martina di Tempio begeistert mit einem Konzert in der Stephanus-Kirche in Kieselbronn. Foto: Martin Schott
Sopranistin Martina di Tempio begeistert mit einem Konzert in der Stephanus-Kirche in Kieselbronn. Foto: Martin Schott
28.12.2015

Sopranistin verzaubert Zuhörer bei weihnachtlichem Konzert

Ab wann kann man von einer Tradition sprechen? Ab dem dritten Mal kommt das wohl schon in Betracht – so jedenfalls sah es Kieselbronns Pfarrer Markus Mall beim weihnachtlichen Konzert von Martina di Tempio in der Stephanuskirche.

Denn es war bereits das dritte Mal, dass die Sopranistin die Verehrer ihrer Sangeskunst mit einem weihnachtlichen Konzert in dem schönen Kieselbronner Gotteshaus erfreute. Einzutauchen in die Welt des Gefühls, den Verstand im Trubel der Zeit etwas ruhen zu lassen, dazu sollte das Konzert auch dienen. „Lassen Sie sich verzaubern von der Musik“, lud Pfarrer Markus Mall in seiner Begrüßungsrede ein. Das fiel den Konzertbesuchern nicht schwer, denn Martina di Tempio hatte wieder ein sehr ansprechendes und vielseitiges Programm aus Arien, Liedern und Songs zusammengestellt.

„Das verlassene Mägdelein“ von Hugo Wolf machte den einfühlsamen Auftakt, dem sich eine Schubert-Trias anschloss. Romantisch blieb es auch mit „Du bist wie eine Blume“, einem Stück von Robert Schumann. Vielfältig ist das „Ave Maria“ in der Musikgeschichte behandelt worden. Mit der gleichnamigen Arie der „Desdemona“ aus Giuseppe Verdis Oper „Othello“ und der Ave-Maria-Vertonung von Bach und Gounod gab Martina di Tempio eine exemplarische Gegenüberstellung. Kraftvoll schöpfte die Sopranistin aus dem Werk Georg Friedrich Händels und beeindruckte mit „Dank sei Dir, Herr“ und „Ombra mai fu“, der Eröffnungsarie aus Händels „Xerxes“. Überhaupt zeigten die Arienvorträge einmal mehr, weshalb Kenner den lyrischen jugendlich-dramatischen Sopran von di Tempio so sehr schätzen.