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Freuen sich über die neuen Bäume: Andreas Roth, Sebastian Jäger, Fabian Wendel, Luca Wilhelm Prayon, Manuel Fränkle, Sarah Zwerenz, Rene Gassenmeier, Fritz Kramer und Gerd Kunzmann (von links). 

Sparda-Bank spendet 1800 neue Eichen für den Hegenach-Wald bei Remchingen

Remchingen. Steil geht es im Hegenach-Wald bei Remchingen den Berg hinunter zu der Fläche, wo in den vergangenen Wochen 1800 neue Bäume gepflanzt worden sind. Dass sie dort stehen, ist der Sparda-Bank zu verdanken, die über ihre Stiftung Umwelt und Natur zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) seit 2017 in Baden-Württemberg bereits knapp 100.000 Bäume gepflanzt hat, die über den Gewinnsparverein der Bank finanziert wurden.

Dieses Jahr sollten noch mal rund 60.000 dazukommen, so der Pforzheimer Filialleiter Sebastian Jäger. "Das läuft ganz unbürokratisch und unkompliziert", sagt Fritz Kramer, Geschäftsführer des SDW-Kreisverbands Enzkreis. Er betont, in Remchingen könne man sicher sein, dass die gepflanzten Bäume gut gepflegt werden. Denn es dauere vier bis fünf Jahre, bis die Kultur gesichert sei.

Kramer betont, der Wald sei ein wichtiger Faktor, der den Klimawandel mildere, indem er Kohlendioxid einlagere. Remchingens Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon sagt, man sei "froh und dankbar" für die Spende. Der Wald werde in Remchingen von der Bevölkerung besonders geschätzt. Prayon dankt dem "tollen Team", das sich um ihn kümmere.

Neue Waldgeneration soll entstehen

Auf 0,3 Hektar Fläche im Hegenach-Wald hatten vorher Buchen gestanden, die zum Teil mit der Trockenheit zu kämpfen hatten. Dürre, kahle Äste in den Kronenspitzen zeigen das. Nun will man laut Forstamtsleiter Andreas Roth auf der Fläche eine neue Waldgeneration schaffen. Weil die Naturverjüngung dort sehr stark von der Buche geprägt ist, hat man sich entschieden, Eichen zu pflanzen – eine Baumart, die mit den Herausforderungen des Klimawandels mit am besten zurechtkomme.

Roth betont, es sei wichtig, klimastabile Mischwälder aufzubauen. Bei einem Teil der neu gepflanzten Bäume besteht der Verbiss-Schutz nicht aus Plastik, sondern aus Sperrholz und einem Baumwollgewebe. Zwar ist diese Art der Wuchshülle laut Revierförsterin Sarah Zwerenz teurer, aber man müsse berücksichtigen, dass bei Plastik dereinst wieder Personalaufwand beim Abbauen entsteht.