nach oben
Dieser alte Mercedes zieht in Tiefenbronn die Blicke auf sich. Foto: Frommer
Dieser alte Mercedes zieht in Tiefenbronn die Blicke auf sich. Foto: Frommer
23.07.2017

Spektakuläre Oldtimer-Meile: Tiefenbronn wieder Startpunkt der Classic-Rundfahrt durch den Nordschwarzwald

Nicht weniger als 156 Oldtimer gingen an den Start: Nach dreijähriger Abstinenz meldete sich die Tiefenbronn Classic mit beeindruckend großem Teilnehmerfeld zu ihrer fünften Auflage zurück.

Für die 150 Kilometer lange Rundfahrt durch den Nordschwarzwald wurden wieder echte Fahrzeug-Raritäten gemeldet, wie beispielsweise ein Alvis Firefly Special, Baujahr 1932, mit 4,3 Liter-Motor und 143 PS oder ein BMW 326 mit Branz-Karosserie aus dem Jahr 1936, eine rare Variante, von der nur noch ganze fünf erhaltene Exemplare dokumentiert sind. Die Route führte von Tiefenbronn in den Nachbarkreis Böblingen – zunächst nach Sulz am Eck und Aidlingen und später weiter nach Böblingen. Am Sonntagnachmittag fuhren die Teilnehmer noch über Calw und Althengstett bis nach Bad Liebenzell. Dort wurde der Kurpark, das Endziel der diesjährigen Rallye, vorübergehend in eine spektakuläre Oldtimermeile verwandelt. Da es auch bei der fünften Tiefenbronn Classic in erster Linie um Fahrspaß ging, statt um Geschwindigkeit und fahrerische Rekorde, fanden sich auch historische Kleinstfahrzeuge, wie der 1954 hergestellte Fiat 500 Topolino Kombi „Giardinera Belvedere“ (16,5 PS) oder der mit ähnlich geringem Hubraum auskommende NSU Prinz III (23 PS) aus dem Jahr 1962 im bunt gemischten Starterfeld, das außerdem zahlreiche Motorräder legendärer Marken umfasste.

Ausgesprochen erfreut zeigte sich Ronald Reh, der Erste Vorsitzende der Oldtimer-Freunde Tiefenbronn, im Gespräch über die Präsenz zweier historischer Feuerwehrfahrzeuge.

So waren unter anderem zu sehen ein Chevrolet-Spritzenwagen aus dem Jahr 1926 – und die Teilnahme eines Oldtimer-Busses (für Fans, die keinen Oldtimer besitzen, aber dennoch die Strecke „stilecht“ fahren wollen) sowie mehrerer Werksangehöriger und Repräsentanten der wiederbelebten Automobilmarke Borgward. Die Firma will nun am Standort in Bremen ab 2019 bis zu 10 000 Elektro-Automobile produzieren – rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge sowie sogenannte Plug-In-Modelle, also Autos mit Elektro- und Verbrennungsmotor.