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© Symbolbild: dpa
26.09.2016

Spielende Kinder an A8 bei Friolzheim - Keine Hinweise auf Steinewerfer

Friolzheim. Vier Kinder in beiden Fahrtrichtungen auf der Autobahn zwischen Heimsheim und Pforzheim-Ost und nahe Friolzheim meldete der Verkehrsfunk den Autofahrern auf der A8. Da wurden sofort Gedanken an Steinewerfer wach, die in jüngster Zeit für Todesfälle wie in Dänemark oder für schwerste Verletzungen wie bei einer Familie auf der A7 bei Heidenheim verantwortlich waren. Doch nach einer ersten Überprüfung der Örtlichkeit ergaben sich zunächst keine Hinweise auf Steinewerfer.

Autofahrer hatten vier Kinder gesehen, die sich verdächtig bewegt haben, so als würden sie sich bücken und Gegenstände – Steine? – vom Boden auflesen. Der erste Alarm ging um 18.21 Uhr bei der Polizei ein. Die Kinder sollen aber, so ein Polizeisprecher auf PZ-Anfrage, noch hinter einer Betonwand gestanden und die Fahrbahn nicht direkt betreten haben. Die letzte Sichtung wurde um 18.43 Uhr gemeldet.

Die nach den Kindern suchende Polizei konnte allerdings keine Personen am angegeben Ort auf der A8 auffinden. Auch sonst stellten die Beamten auf den Fahrbahnen nichts fest, was auf Steinewürfe hindeuten könnte. 

Steinewerfer auf der A8 bei Pforzheim

Auch auf der A8 rund um Pforzheim fliegen zuweilen Steine auf die Fahrbahn. Zum Beispiel zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-West und -Nord haben nicht das erste Mal Steinewerfer ihr Unwesen trieben. In unguter Erinnerung ist eine Serie vor einigen Jahren, die über mehrere Wochen ging. Der schlimmste Vorfall ereignete sich, als Unbekannte einen Stein in die Windschutzscheibe eines Autos warfen, dessen Fahrerin in Fahrtrichtung Karlsruhe unterwegs war. Wie durch ein Wunder wurde niemand schwer verletzt.

Am Ende setzte die Staatsanwaltschaft eine hohe Belohnung aus, um die Mauer des Schweigens zu knacken. Doch die Täter wurden von ihren Mitwissern nicht verpfiffen. Im März 2011 wurden zwei Jungs im Alter von zehn und elf Jahren erwischt, die auf der Höhe von Eutingen Stöcke und Steine auf die Autobahn warfen.

Bei verdächtigen Wahrnehmungen sollten aufmerksame Fahrer unbedingt sofort die Notrufnummer 110 wählen. ol

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