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Auch die Enz soll in den Naturkindergarten auf dem ehemaligen Calmbacher Minigolfplatz einbezogen werden. Bis zu 60 Kinder sollen dort toben können. Archivbild: Meyer 

Spielzeug statt Golfbälle: Grünes Licht für Naturkindergarten auf altem Minigolfplatz in Calmbach

Der Traum von einem Naturkindergarten auf dem ehemaligen Minigolfgelände in Calmbach hat seinen Preis: 860.000 Euro, so schätzt Stadtbaumeister Volkhard Leetz, wird der Bau kosten. Und das, obwohl größtenteils Holz aus dem Stadtwald verwendet wird. „Es kann noch Korrekturen bei den Baukosten nach unten geben“, versprach Bürgermeister Klaus Mack den Gemeinderäten bei ihrer jüngsten Sitzung und sorgte damit für ein Aufatmen im Kursaal, der wegen der Hygienevorschriften erneut zum Ratssaal umfunktioniert wurde.

Trotz der enormen Summe halten die Bad Wildbader an dem Vorhaben fest. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Einrichtung eines Naturkindergartens als Teilbetrieb des Goßweilerkindergartens. Das Angebot ist schließlich fast alternativlos. Trotz einer Erweiterung des Goßweilerkindergartens 2014, platzen die Räumlichkeiten schon wieder aus allen Nähten. Nahezu alle Plätze im Stadtgebiet sind voll belegt. Natur- oder Waldkindergärten sind gefragt. Langfristig sollen auf dem Minigolfgelände 60 Plätze für Kinder ab drei Jahren entstehen. Das bedeutet drei Gruppen mit jeweils 20 Kindern. Neun zusätzliche Erzieher werden dafür benötigt. Im Stellenplan für das kommende Jahr ist diese Anzahl vorgesehen.

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Die Kinder sollen künftig über ein rund 6.000 Quadratmeter großes Gelände toben können, das sowohl freie ebene Wiesenflächen als auch bewachsene Hänge bietet. Ideal für einen Naturkindergarten, findet Leetz. Er schlägt vor, aus heimischem Holz von den städtischen Waldarbeitern zwei Blockhütten als Unterschlupf für die Kinder bauen zu lassen. Außerdem gibt es noch den Bauwagen, den die Bad Wildbader von den Schömbergern erhalten haben (die PZ hat berichtet). Der alte Kiosk ist baufällig und muss grundsaniert werden. In ihm sollen künftig die sanitären Anlagen sowie Abstellflächen und Büroräume eingerichtet werden. Der Zugang zur Enz soll für die Kinder an geplanten Stellen möglich sein. Holzlagerflächen, überdachte Unterstände und Sonnenschutzbereiche sind ebenfalls geplant.

Hoffen auf Zuschüsse

Für die komplette Erschließung des Grundstücks rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von rund 150.000 Euro. Da es sich um teils feuchte Flächen handelt, müssen die Zugänge zu den Hütten befestigt werden, was ebenfalls Kosten verursacht. Die Stadt hofft auf Zuschüsse aus dem Bundesinvestitionsprogramm sowie aus dem Ausgleichsstock für finanzschwache Gemeinden.

Mehr über das Thema lesen Sie am Donnerstag, 22. Oktober, in der „Pforzheimer Zeitung Nordschwarzwald“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Nicole Biesinger

Nicole Biesinger

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