nach oben
Die Chancen für die Stadtbahn stehen schlecht.
Die Chancen für die Stadtbahn stehen schlecht. © Seibel
18.01.2011

Stadtbahn von Ittersbach nach Pforzheim: Kaum Chancen

ENZKREIS. Einen Dämpfer erhielten die optimistischen Prognosen des früheren Karlsruher Verkehrschefs Dieter Ludwig, eine neue Stadtbahn von Ittersbach über Feldrennach, Conweiler, Schwann, Neuenbürg und Birkenfeld nach Pforzheim, könne schon in zwei bis drei Jahren gebaut werden.

Beim Neujahrsempfang der CDU in Straubenhardt hatte der ehemalige Geschäftsführer der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) und der Karlsruher Verkehrsbetriebe (KVV) diese Möglichkeit genannt (die PZ berichtete am Montag). "Ich verspreche mir nichts davon, das Thema jetzt wieder aufzurollen", sagte am Dienstag Wolfgang Herz zur Pforzheimer Zeitung. Allerdings bleibt für ihn nach wie vor ein Funken Hoffnung: "Wenn sich eine neue Sachlage ergibt, können wir uns gerne wieder damit befassen."

Eine solche neue Sachlage wäre beispielsweise gegeben, wenn der Bund die Bewertungskriterien für die erforderliche sogenannte Standardisierte Bewertung ändern würde. Diese Bewertung ist nämlich notwendig, will man in den Genuss von Fördergeldern des Staats gelangen. Dazu bedarf es eines Faktors von mindestens 1,0. Eine Untersuchung im November hatte einen Nutzen von 0,5 ergeben. Diplom-Ingenieur Ulrich Noßwitz, der damals für das Büro Dr. Brenner Ingenieure in Aalen das Gutachten vorgestellt hatte, sagte jetzt zur PZ, dass sich die Rahmenbedingungen dann verbessern könnten, wenn der Bund beispielsweise der Energiebilanz in dieser Standardisierten Bewertung mehr Gewicht als bisher beimessen würde. Die Kriterien sind seit dem Jahr 2001 unverändert. Auch der Planungschef der AVG, Reinhard Bickelhaupt, sieht derzeit keinen Handlungsbedarf, weil Kreise, Städte und Gemeinden die Aufträge erteilen müssten. Allerdings kündigte er an: "Wenn man wieder an uns heran tritt, werden wir uns nicht verweigern."

Leserkommentare (0)