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12.10.2015

Stadtbahn wird für Karlsbad von Jahr zu Jahr teurer

Karlsbad. Die zum Teil recht harsche Kritik aus den Reihen des Gemeinderates über die fehlende Transparenz der Finanzwirtschaft des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) hatte schließlich wenig Einfluss auf das Abstimmungsergebnis. Mit 19 Ja-Stimmen und 5 Enthaltungen genehmigte das Gremium in seiner jüngsten Sitzung die überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 90.000 Euro für die sogenannte finanzielle Direktbeteiligung der Gemeinde Karlsbad an den Betriebskosten 2015 für den öffentlichen Personen-Nahverkehr, die sich damit auf 420.000 Euro erhöhen.

Die Bedeutung des ÖPNV steht nach wie vor auch in Karlsbad hoch im Kurs. Dabei hatte Hauptamtsleiter Benedikt Kleiner in seiner Darstellung der Gesamtsituation für die Räte gleich eine weitere Hiobsbotschaft des Landkreises parat, dass sich nämlich der Beteiligungsbetrag für Karlsbad im kommenden Jahr um weitere 85 000 Euro erhöht.

Dabei stellen sich heute die Beteiligungsbeträge Karlsbads in den Jahren 2012 und 2013 mit 140 000 bis 150 000 Euro geradezu als bescheiden dar. Mit insgesamt sieben Haltestellen ist Karlsbad an die Linie S 11 der Albtalbahn-Verkehrsgesellschaft (AVG) angeschlossen. Bereits im Jahre 1993 hatte der Landkreis eine Vereinbarung mit den an der Bahnlinie angeschlossenen Städten und Gemeinden für eine Direktbeteiligung an der Finanzierung des „Öffentlichen Personen-Nahverkehrs“ abgeschlossen.