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Die erst 1999 erneuerte Brücke im Kapfenhardter Tal, die über den Reichenbach führt, muss saniert werden. Statt in Holz wird sie in Stahl gefertigt. Foto: Recklies
Die erst 1999 erneuerte Brücke im Kapfenhardter Tal, die über den Reichenbach führt, muss saniert werden. Statt in Holz wird sie in Stahl gefertigt. Foto: Recklies
14.10.2016

Stahl statt Holz: Brücke im Kapfenhardter Tal wird erneuert

Unterreichenbach. Nachdem die Gemeinden Schömberg und Unterreichenbach in den vergangenen Jahren bereits mehrere Brücken im Kapfenhardter Tal saniert haben – zuletzt die kleine Brücke an der Unteren Kapfenhardter Mühle in Stahlbauweise – soll nun auch die letzte schadhafte Brücke wieder auf Vordermann gebracht werden. Mit einer einfachen Sanierung ist es dabei aber nicht getan. Stattdessen muss die erst 1999 mit Fördermitteln des Landes in Holzbauweise erstellte Brücke auf der Gemeindeverbindungsstraße bei der Unteren Kapfenhardter Mühle, die eine Traglast von 40 Tonnen hat, komplett erneuert werden.

Grund: Das Holz in dem feuchten Tal ist stark in Mitleidenschaft gezogen. „Ich habe mich schon damals gegen eine Ausführung in Holz ausgesprochen“, sagte der Unterreichenbacher Gemeinderat Walter Hauff bei der jüngsten Ratssitzung. Allerdings habe er sich nicht durchsetzen können. Dabei sei es zu erwarten gewesen, dass ein Bauwerk aus Holz, das direkt in einem Tal über einen Bach führt, keine sehr lange Lebensdauer habe. Diese inzwischen allgemeine Erkenntnis hat dazu geführt, dass die neue Brücke – wie die nur wenige Meter daneben liegende Brücke – in Stahlbauweise ausgeführt wird.

Bei der beschränkten Ausschreibung der Arbeiten hat die Schömberger Metallbaufirma Joachim Theurer das günstigste Angebot abgegeben. Laut dem Unterreichenbacher Bürgermeister Carsten Lachenauer lagen bei der Submission drei Angebote von den sechs zur Angebotsabgabe aufgeforderten Firmen vor. Eine Firma hatte ihr Angebot zu spät eingereicht – „sie wäre aber auch nicht die günstigste gewesen“, so Lachenauer. Mit Gesamtkosten von knapp 53.000 Euro liegt die Brücke nun rund 10.000 Euro über den veranschlagten Kosten. Dies, so machte Lachenauer deutlich, liege aber an konstruktiven und statischen Modifikationen gegenüber der ursprünglich geplanten Ausführung, die so nicht hatte realisiert werden können. Da Unterreichenbach – wie die Gemeinde Schömberg – je die Hälfte der Kosten trägt, schlägt das Bauwerk im Unterreichenbacher Haushalt mit 26.368 Euro zu Buche, das sind 5400 Euro mehr als im Haushalt eingestellt.