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Sie dürfen wieder raus: Hühner, Enten, Gänse und anderes Federviehexemplare, die zum Schutz vor der Geflügelpest seit November im Stall eingesperrt werden mussten, können nun endlich wieder an die frische Luft.
Sie dürfen wieder raus: Hühner, Enten, Gänse und anderes Federviehexemplare, die zum Schutz vor der Geflügelpest seit November im Stall eingesperrt werden mussten, können nun endlich wieder an die frische Luft.
01.02.2017

Stallpflicht für Geflügel in der Region aufgehoben

Enzkreis/Pforzheim/Kreis Calw. Hühner, Enten, Gänse und anderes Federviehexemplare, die zum Schutz vor der Geflügelpest seit November im Stall eingesperrt werden mussten, dürfen wieder an die frische Luft – zumindest in Pforzheim, dem Enzkreis und dem Kreis Calw.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) hatte am 30. Januar die Stallpflicht gelockert. Das Friedrich-Loeffler-Institut geht in seiner aktualisierten Risikoeinschätzung zum Auftreten des Virus HPAI in Deutschland weiterhin von einem hohen Eintragsrisiko in Nutzgeflügelbestände durch direkte und indirekte Kontakte mit Wildvögeln aus. Deshalb wurde eine risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung in Regionen mit hoher Wassergeflügeldichte oder in der Nähe von Wildvogelrast- und -sammelplätzen empfohlen. Dieser Einschätzung ist das MLR gefolgt und hat die Stallpflicht nur noch in entsprechend gefährdeten Gebieten Baden-Württembergs verlängert, zu denen die hiesige Region nicht gehört. Bis zum 27. Januar gab es in Baden-Württemberg insgesamt 304 positive Nachweise von Geflügelpest (H5N8 und H5N2). Sie beschränkten sich jedoch ausschließlich auf Wildvögel und konzentrierten sich auf wenige Landkreise, etwa den Stadtkreis Ulm. Dessen ungeachtet erscheint es den hiesigen Veterinärämtern sinnvoll, auch weiterhin tot aufgefundene Wildvögel (allerdings keine Singvögel) dem jeweiligen Bürgermeisteramt zu melden.

Für Auskünfte stehen die Veterinärbehörde der Stadt Pforzheim (0 72 31) 39-23 94 und das Verbraucherschutz- und Veterinäramt des Enzkreises (0 72 31) 3 08-94 01 zur Verfügung.Im Kreis Calw ist bei Fragen die Abteilung Verbraucherschutz und Veterinärdienst des Landratsamts Calw unter (0 70 51) 16 01 21 zuständig.