nach oben
Ein Kindergarten könnte an diesem Standort an der Ispringer Eisenbahnstraße entstehen: Eine Machbarkeitsstudie soll diese Möglichkeit untersuchen. Links zu sehen ist der Zugang zum Bolzplatz, rechts das von der Gemeinde erworbene Hausgrundstück. Foto: Manfred Schott
Ein Kindergarten könnte an diesem Standort an der Ispringer Eisenbahnstraße entstehen: Eine Machbarkeitsstudie soll diese Möglichkeit untersuchen. Links zu sehen ist der Zugang zum Bolzplatz, rechts das von der Gemeinde erworbene Hausgrundstück. Foto: Manfred Schott
29.07.2016

Standortsuche für einen Gemeindekindergarten in Ispringen

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens „Alter Ortskern“ erörterte der Ispringer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auch das Thema „mögliche Standorte für Kindergarten“.

Wie schon mehrfach berichtet, benötigt Ispringen einen weiteren Kindergarten zentral im Bereich des alten Ortskerns. Topographie, Bebauungsdichte sowie der nicht üppig vorhandene Gemeindegrund machen die Standortfindung nicht einfach. In einer Machbarkeitsstudie vom Juli 2015 war der Fachplaner von dem ins Auge gefassten Standort Hauptstraße 51/53 nicht voll überzeugt. Durch den erfolgten Zuerwerb des Nachbargrundstückes und des Wegfalls des Denkmalschutzes könnte sich dort eine positivere Ausgangslage ergeben, sagen die Befürworter des Standortes.

Die Verwaltung war in der Ratssitzung vom Februar dieses Jahres beauftragt worden, alle denkbaren Liegenschaften der Gemeinde durchzuchecken, die für Kindergartenstandorte denkbar sind. Die Verwaltung hat mittlerweile ihre Hausaufgaben gemacht. So legten Bürgermeister Volker Winkel und Hauptamtsleiter Thomas Ruppender drei Vorschläge auf den Tisch. Alternative 1 wäre das Grundstück an der Eisenbahnstraße, auf dem derzeit ein Bolzplatz angelegt ist. Nächster Vorschlag ist das Areal zwischen Ende Wohnbebauung Eisenbahnstraße und Edeka-Einkaufsmarkt. Als dritte Möglichkeit käme noch das Parkplatzareal mit der Grünfläche zwischen der Genossenschaftsstraße und der Lärmschutzwand an der Ortsausfahrt Bahnhofstraße infrage. Der letzt genannte Standort wurde gleich ausgesiebt. Der Standort beim Edeka-Markt liege zu weit außerhalb.

Favorit unter den Vorschlägen war das Areal des Bolzplatzes an der Eisenbahnstraße. Die Gemeinde konnte zwischenzeitlich ein angrenzendes Grundstück dazukaufen. So kam der Gedanke auf, eventuell Kindergarten und Spielfläche zu verbinden. Wie Ruppender erläuterte, ist derzeit der Zukunftsbedarf für Kindergartenplätze auch mit Blick auf die Flüchtlingssituation schwierig zu prognostizieren. Auf alle Fälle wären beim Kindergartenneubau zwei Ü-3-Gruppen und eine U-3-Gruppe ein Minimum. Der Gemeinderat beschloss, dass eine Machbarkeitsstudie über den Kindergartenstandort „Bolzplatz Eisenbahnstraße“ angefertigt wird, die eine Aussage über geeignete Zufahrts- und Parkmöglichkeiten zum Bringen und Abholen der Kinder einschließt. Auf der vielbefahrenen Eisenbahnstraße kann dies nicht geschehen. Wichtig ist den Ratsmitgliedern, dass mit dieser neuen Studie die Vergleichbarkeit auch hinsichtlich der Kosten zum Standort Hauptstraße/Steige hergestellt wird.