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28.01.2010

Starker Anstieg der Arbeitslosen in Bad Wildbad

BAD WILDBAD/CALW. Die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen Calw und Freudenstadt ist zum Jahresbeginn kräftig gestiegen. Am Stichtag Mitte Januar waren 7798 Männer und Frauen ohne Arbeit, 893 oder 12,9 Prozent mehr als im Dezember 2009 und 1061 oder 15,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Hart traf es Bad Wildbad: Hier stieg die Arbeitslosenquote um 0,9 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent.

Zum Vergleich: Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre stieg die Zahl der Arbeitslosen von Dezember auf Januar im Bereich der Arbeistagentur Nagold lediglich um 731 an. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, hat sich gegenüber Dezember um 0,6 Punkte auf 5,3 Prozent erhöht. Im Januar 2009 lag sie bei 4,6 Prozent.

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bestimmten im Januar noch nicht das Geschehen am Arbeitsmarkt. Nach wie vor helfen der massive Einsatz von Kurzarbeit und andere Formen der Arbeitszeitverkürzung sowie der gezielte Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente die Konjunkturprobleme abzufedern.

„Aus Angst vor einem Fachkräftemangel wie beim letzten Aufschwung schrecken viele Unternehmen noch vor Entlassungen zurück. Wenn sich ihre Auftragslage im Laufe des Jahres jedoch nicht deutlich verbessert, dann werden die Unternehmen gezwungen sein, Kurzarbeit abzubauen und einen Teil ihrer Leute zu entlassen“, so Reinhard Flöter, Chef der Agentur für Arbeit Nagold.

Regionale Arbeitslosenquoten

Innerhalb des Agenturbezirks fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit unterschiedlich stark aus. Die Veränderungsraten reichten von plus 0,4 Prozentpunkte in Nagold (5,2 Prozent), 0,5 Prozentpunkte in Calw (4,8 Prozent) und 0,6 Prozentpunkte in Horb (5,3 Prozent) bis plus 0,7 Prozentpunkte in Freudenstadt (5,3 Prozent) und plus 0,9 Prozentpunkte in Bad Wildbad (6,5 Prozent).

Stellenmarkt

Der negative Trend bei der Nachfrage nach Arbeitskräften setzte sich weiter fort. Im Januar wurden mit 335 nochmals weniger offene Stellen gemeldet als im Dezember (431). Innerhalb der letzten drei Monate ging die Zahl der neu gemeldeten Stellen um mehr als ein Viertel zurück. Nach wie vor gibt es jedoch eine Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften. Gesucht werden insbesondere Restaurant- und Hotelfachleute, Köche, Fachkräfte im Nahrungsmittelhandwerk, Kranken- und Altenpfleger sowie Baufachkräfte.