760_0900_97678_Neue_Trasse_1.jpg
Die neue Regierungspräsidentin Sylvia Felder vor den Plänen der neue Trasse der L 623 beim Spatenstich. Von rechts: Karlsbads Bürgermeister Jens Timm, Landrat Christoph Schnaudigel. Links: Waldbronns Bürgermeister Franz Masino. Foto: Weber

Startschuss am Autobahnzubringer in Karlsbad

Karlsbad. Zwei Mal ist die Sperrung der L623 bei Langensteinbach, die Autofahrer als Zubringer zum A 8-Anschluss Karlsbad nutzen, wegen technischer Probleme mit nötigen Ampelschaltungen verschoben worden. Nun ist die Strecke zu. Damit konnte auch der symbolische erste Spatenstich für den Ausbau der Straße erfolgen.

„Für mich ist das die erste öffentliche Amtshandlung nach gerade mal zwei Wochen im Amt als Regierungspräsidentin“, so Sylvia Felder gestern zum offiziellen Start dieses Projektes. Der rund 2,4 Kilometer lange Abschnitt ab Langensteinbach bis zur Straße von Waldbronn in Richtung A 8, wird unter teilweiser Verschiebung der Trassenführung und einem zum Teil deutlichen Höhenausgleich grundlegend erneuert. Regierungspräsidentin Felder verwies darauf, dass damit die Sicherheit auf einem „heute mit großem Unfallrisiko behafteten Abschnitt“ erhöht werde. Für dieses Ziel hoffe sie auf Verständnis in umliegenden Gemeinden, auf die durch die Sperrung der Landesstraße bis Jahresende eine höhere Belastung durch Ausweichverkehr zukommen. Den A 8-Zubringer nutzen normalerweise täglich immerhin rund 14.000 Fahrzeuge.

„Wir realisieren hier unseren Grundsatz des Ausbaus einer vorhandenen Straße vor dem kompletten Neubau“, verdeutlichte Uwe Lahl, Ministerialdirektor des Verkehrsministeriums in Stuttgart. Auch hier gehe es jedoch um das Ziel einer deutlich verbesserten Infrastruktur in diesem Verkehrsraum. Die veranschlagten Kosten für das Projekt sind rund 8,5 Millionen Euro. Man wolle so den Eingriff in Natur und Landschaft minimieren.

„Dieses Projekt steht seit Jahrzehnten auf der Agenda Karlsbads und hat auch meine Vorgänger im Amt in vielfältiger Weise berührt“, meinte Karlsbads Bürgermeister Jens Timm. Neben dem sehnlichst erwarteten Straßenausbau sei man froh, auch für die „Steinig-Höfe“ eine deutlich, nicht zuletzt sicherheitstechnisch verbesserte Anbindung zu erhalten. Das gleiche gelte für das Radwegenetz in dieser Landschaft. Rathauschef Timm hofft, dass noch vor Weihnachten das „Band der neuen Straße“ durchschnitten werden kann.