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Präsentieren ihre Pläne für das Grundstück im Hintergrund: Enzkreis-Dezernent Frank Stephan, Landrat Bastian Rosenau, von der Sparkasse Pforzheim Calw der Vorstandsvorsitzende Stephan Scholl, Direktor Rüdiger Karl und der Beauftragte für Gebäudesicherheit, Eckhard Klaube, sowie Miriam Mayer, Leiterin des Amts für technische Dienste (von links).  Foto: Meyer 

Startschuss für grünen Verwaltungsbau: Sparkasse plant fürs Landratsamt

Enzkreis/Pforzheim. Es ist eine Win-Win-Situation: Die Sparkasse Pforzheim Calw plant den Bau eines Verwaltungsgebäudes neben dem bestehenden Landratsamt in der Pforzheimer Nordstadt, die Kreisverwaltung wird dort als einziger Mieter unterkommen.

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Sparkasse erstellt Bürogebäude fürs Landratsamt

Für die Kreisverwaltung ist es die Chance, sechs ihrer acht Außenstellen aufzugeben und die Mitarbeiter an einem Standort zu bündeln. Gestern stellten die Verantwortlichen ihre Pläne vor. Landrat Bastian Rosenau sprach von einem „Meilenstein für den Enzkreis“. Im neuen Gebäue soll das Sozialdezernat mit seinen 267 Mitarbeitern unterkommen, da dort der meiste Publikumsverkehr herrsche. Er unterstrich die wirtschaftlichen Aspekte durch die Aufgabe der angemieteten Dependancen – lediglich das Landratsamt zwei in Pforzheim sowie die Außenstelle in Mühlacker sollen erhalten bleiben.

Der Kreistag hat bereits grünes Licht für die Anmietung durch das Landratsamt gegeben, der Gestaltungsbeirat der Stadt hat dem Projekt seinen Segen erteilt. Nun ist der Pforzheimer Gemeinderat am Zug. In der Septembersitzung soll über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan entschieden werden. Anfang 2020 hofft die Sparkasse auf die Baugenehmigung, um im ersten Quartal mit den Arbeiten beginnen zu können. Die Bauzeit wird auf zwei Jahre geschätzt.

Neben Büros mit 240 Arbeitsplätzen und Besprechungsräumen sollen Wartezonen für Besucher auf den 13870 Quadratmetern in dem siebengeschossigen Gebäude entstehen. Die Raumaufteilung erfolgt modular und ist variabel. Die Fassade hat das Architekturbüro Weindel aus Waldbronn aus Stahlbeton geplant. Durch eine Promenade von der Ebersteinstraße zu Zähringerallee soll ein Quartier mit Aufenthaltsqualität entstehen. Eine dreistöckige Tiefgarage ist geplant, mit denen unter dem Landratsamt und dem Hochhaus der Bau und Grund verbunden. Das Energie- und Klimakonzept sieht vor: Viel Tageslicht, eine Photovoltaikanlage liefert Strom, um die Kältemaschinen mit Wasser als Kältemittel zu betreiben, 20 Parkplätze mit Ladesäulen für E-Autos entstehen, das Biomasse-Heizkraftwerk liefert Fernwärme. Die Wände eines Lichthofs inmitten des Gebäudes sollen ebenso durch Pflanzen begrünt werden wie eine Mauer, die einen Innenhof von der nördlichen Bebauung abschirmt.

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