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Großer Bahnhof bei der Jubiläumsfeier (von links) mit Bürgermeister Heiko Genthner, der Vize-Vorsitzenden Annemarie Schöllkopf, der Ehrenvorsitzenden Inge Klotz, der Vorsitzenden Hannelies Mössner, der Landfrauen-Enzkreis-Vize-Vorsitzenden Ellen Angermaier, Anne Herter vom Landwirtschaftsamt und Pfarrerin Gertrud Diekmeyer. Foto: Nico Roller
Großer Bahnhof bei der Jubiläumsfeier (von links) mit Bürgermeister Heiko Genthner, der Vize-Vorsitzenden Annemarie Schöllkopf, der Ehrenvorsitzenden Inge Klotz, der Vorsitzenden Hannelies Mössner, der Landfrauen-Enzkreis-Vize-Vorsitzenden Ellen Angermaier, Anne Herter vom Landwirtschaftsamt und Pfarrerin Gertrud Diekmeyer. Foto: Nico Roller
05.12.2016

Steiner Landfrauen gehen mit der Zeit

Königsbach-Stein. Es gab viel gute Musik, launige Sketche, unterhaltsame Spiele, amüsant vorgetragene Gedichte und jede Menge zu erzählen. Wenn die Steiner Landfrauen ihr 50-jähriges Bestehen feiern, dann richtig. Den zahlreichen Gästen, unter ihnen Vertreter der Gemeinde, der Kirchen und befreundeter Vereine, gefiel das bunte Programm, das die Landfrauen um ihre Vorsitzende Hannelies Mössner im örtlichen Feuerwehrhaus vorbereitet hatten.

Im März 1966 war der Verein von 16 Frauen gegründet worden, wie Annemarie Schöllkopf feststellte. Die stell-vertretende Vorsitzende erinnerte an die bewegte Geschichte des Vereins, der schon ein Jahr nach seiner Gründung seine Mitgliederzahl mehr als verdoppeln konnte. Seinen Mitgliedern hat er bis heute allerhand zu bieten: gesellige Runden, Ausflüge, Gymnastik, Bastelabende und Spielenachmittage.

Die Landfrauen kochen zusammen, nehmen am Dorffest teil und haben einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Sie seien alle unterschiedlich in ihrem Alltag, ihrer Lebensrealität und ihrem Charakter, so Schöllkopf, aber „uns eint die Verbundenheit mit Land, Natur und Tradition, Freude an. Abwechslung zum Alltag und die Neugier darauf, mehr zu erfahren und etwas auszuprobieren“. Es gebe nicht viele Vereine, die auf eine so lange und gleichbleibend erfolgreiche Geschichte zurückblicken können, befand Königsbach-Steins Bürgermeister Heiko Genthner.

„Ihre Aktivitäten sind aus unserer Gemeinde nicht mehr wegzudenken.“ Auch er blickte auf die Geschichte des Vereins zurück, erinnerte an den ersten, 1898 in Ostpreußen gegründeten Landfrauenverein, und verwies auf den Strukturwandel, der im ländlichen Raum das Bild der Dörfer verändert habe. „Landfrauen sind nicht mehr in erster Linie Bäuerinnen“, so Genthner: „Landfrauen sind heute Frauen, die auf dem Lande leben, aus ganz unterschiedlichen Gründen“.