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Empfang in Schömberg: Bürgermeister Matthias Leyn (hinten links) lobte das Engagement der Sternsinger. Foto: Privat
Empfang in Schömberg: Bürgermeister Matthias Leyn (hinten links) lobte das Engagement der Sternsinger. Foto: Privat
In der Herz-Jesu-Kirche in Mühlacker wurden die Sternsinger gestern im Rahmen eines Gottesdienstes entsandt. Foto: Lutz
In der Herz-Jesu-Kirche in Mühlacker wurden die Sternsinger gestern im Rahmen eines Gottesdienstes entsandt. Foto: Lutz
29.12.2017

Sternsinger in der Region: Singen, segnen, sammeln

Schömberg/Mühlacker. Rund 60 Millionen Kinder arbeiten in Indien. Die meisten tun das nicht freiwillig. Die zwölfjährige Salma aus dem Dorf Milik knüpft jeden Tag Teppiche. Die achtjährige Neetu und die fünfjährige Jyoty verschweißen Armreifen aus Glas. Über dieses Unrecht haben die rund 150 Sternsinger der Seelsorgeeinheit Mühlacker-Illingen in den vergangenen Wochen viel gelernt. Denn ihr Motto lautet in diesem Jahr „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“. Nun wurden die Kinder bei einem feierlichen Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche in Mühlacker ausgesandt. Im Schömberger Rathaus verabschiedete Bürgermeister Matthias Leyn die Jungen und Mädchen.

Am Donnerstagmorgen waren auch rund 15 sowohl evangelische als auch katholische Kinder aus Schömberg unterwegs, um nach ihrem Segen für das Rathaus in ganz Schömberg und den Ortsteilen als Sternsinger Geld für Not leidende Kinder zu sammeln. Begleitet wurden Sie von Pater Paulinus Nwaigwe, Pfarrerin Dorothee Søvde und der katholischen Kirchengemeinderätin Rosario Moser.

Auch in diesem Jahr fanden sich zum Auftakt ihrer Sammelaktion wieder die in farbenprächtige, festliche Kleider geschlüpften Kinder im Rathaus ein. Im Foyer begrüßte Bürgermeister Matthias Leyn die Sternsinger zusammen mit ihren Bertreuerinnen und Betreuern. „Segen bringen – Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“ so lautet das Leitwort des 60. Dreikönigssingens. Bürgermeister Leyn freut sich sehr über diese Tradition und bedankt sich aufrichtig bei den Sternsingern und den Betreuerinnen und Betreuern, die in den nächsten Tagen von Tür zu Tür ziehen und den Schömbergern den Segen für das Jahr 2018 bringen werden. „Ihr werdet durch euer Engagement zu einem Segen für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt“, ist Bürgermeister Leyn überzeugt. Er zollte den Kindern seinen Respekt, die sich für eine gute Sache einsetzen und sich trotz des Schneegestöbers auf den Weg von Haus zu Haus durch Schömberg machten. Zur Stärkung gab es im Rathaus noch Brezeln und Saft für alle und auch eine Schokoüberraschung zur Wegzehrung durfte nicht fehlen.

Als die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar gekleidet, mit Stern und geweihter Kreide werden sie nun bis zum 5. Januar die Bewohner in Stadt und Dorf in ihren Häusern und Wohnungen besuchen. Mit Liedern und Texten bringen die Sternsinger die Botschaft der Heiligen Nacht zu den Menschen und schreiben mit der Kreide den bekannten Segen 20*C+M+B*18 (Christus mansionem benedicat, das heißt auf Deutsch: Christus segne dieses Haus) an die Haus- oder Wohnungstüren. Mit den gesammelten Spenden der „kleinen Könige“ hier und in ganz Deutschland, werden weltweit viele Projekte des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ finanziert. Darunter sind auch die Projekte im diesjährigen Beispielland Indien mit dem Bundesstaat Uttar Pradesh. 18.452 Euro sind in der Seelsorgeeinheit Mühlacker-Illingen bei der zurückliegenden Aktion zusammengekommen.

Am Fest Erscheinung des Herrn (Drei König), am 6. Januar, wird in der Pfarrkirche St. Joseph Illingen im Gottesdienst die Rückkehr der Sternsinger gefeiert und die Aktion abgeschlossen. Beteiligt seien übrigens nicht nur katholische Kinder, sondern auch evangelische und neuapostolische, erklärt Josef Hunger, der sich seit Jahren um die Sternsinger-Pressearbeit in der Seelsorgeeinheit kümmert.