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Mit viel Freude machen die Sternsinger Bürgermeister Matthias Leyn (hinten Dritter von rechts) ihre Aufwartung im Rathaus, begleitet von (von links) Rupert Balle, Johannes Luithle und Rosario Moser. Foto: Eschwey
Mit viel Freude machen die Sternsinger Bürgermeister Matthias Leyn (hinten Dritter von rechts) ihre Aufwartung im Rathaus, begleitet von (von links) Rupert Balle, Johannes Luithle und Rosario Moser. Foto: Eschwey
29.12.2015

Sternsinger-Aktivitäten in der Region als überkonfessionelles Projekt

Es war „eine gute Tradition meiner Vorgänger die Sternsinger im Rathaus zu empfangen, die ich gerne fortführe“, sagte Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn bei der Begrüßung. „Sie sehen gelebte Ökumene, es sind sowohl katholische als auch evangelische Kinder, die als Sternsinger unterwegs sind“, antwortete Pastoralreferent Rupert Balle.

Zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Johannes Luithle und der katholischen Kirchengemeinderätin Rosario Moser begleitete er die Kinder. Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein, Respekt für dich, für mich, für andere – in Bolivien und weltweit“, sammeln die Kinder Geld, verkleidet als Heilige Drei Könige. Das Geld hilft beim Projekt Palliri in Bolivien. „Ihr zieht von Haus zu Haus, keine leichte Aufgabe, das weiß ich, das habe ich dieses Jahr auch gemacht“, unterstrich schmunzelnd Matthias Leyn. Doch genauso wichtig wie das gesammelte Geld sei die Aufmerksamkeit für die Not von Kindern in aller Welt, die damit geweckt werde, ergänzte er. „Ihr fordert Respekt, den habe ich vor Euch und ich danke Euch für diese Arbeit“, lobte der Bürgermeister. Bevor sich die Kinder und Erwachsenen mit Butterbrezeln und Getränken stärkten für ihren Gang in die Häuser, sangen alle gemeinsam das Lied: „Seht ihr unseren Stern dort stehen“.

Auch in Mühlacker sind die Sternsinger aktiv und auch dort geht es um die zentrale Frage: „Was ist Respekt?“, so Betreuerin Andrea Weiskopf bei der Aussendungsfeier in der Herz-Jesu-Kirche. Die Antworten der Kinder waren vielfältig: Wenn man andere nicht diskriminiere, auf sie aufpasse, Rücksicht nehme, dann handle man respektvoll. Astronauten, Feuerwehrmänner, Polizisten und Bundeskanzler seien Menschen, vor denen man Respekt habe. Schnell wurde deutlich, dass Respekt viele Dimensionen hat. Respekt bedeute auch, andere Menschen in ihrem Wesen anzuerkennen, ihnen Nächstenliebe zu schenken und Toleranz zu zeigen, erklärte Weiskopf den Kindern. Deswegen stehe die diesjährige Sternsinger-Aktion der katholischen Pfarrei Herz Jesu auch ganz im Zeichen des Respekts.