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30.04.2008

Straßenausbau im Porsche-Tempo

MÖNSHEIM. Schnell wie ein Porsche: Die Straßenbauer legen bei der Sanierung der Landstraße zwischen Mönsheim und dem Testzentrum des Sportwagenherstellers bei Weissach ein rasantes Tempo vor.

Der Mönsheimer Bürgermeister Thomas Frisch freute sich in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats über den Fortschritt beim Ausbau der maroden Porsche-Strecke. „Die neue Landesstraße 1175 ist gegenüber dem Zeitplan so weit voraus, dass wir in den nächsten Tagen mit dem Straßenbauamt bereits einen Termin wegen der Anbindung unserer Feldwege haben“, sagte Fritsch. Die Baufirma hatte damit gerechnet, Ende November mit der Modernisierung der Straße fertig zu werden.

Zweiter Abschnitt noch offen

Der schnelle Umbau der Straße war denn auch Anlass für die Gemeinderäte, das Land zu drängen, noch dieses Jahr mit dem zweiten Bauabschnitt zu beginnen. Dieser nächste Schritt umfasst vor allem die Entschärfung der Spitzkehren-Einmündung von der Leonberger Straße in Mönsheim in Richtung Ortsausgang.

Die neue Zufahrt zu dem Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach ist nahe dem Friedhof am Ortsausgang in Mönsheim vorgesehen. Fritsch musste die Räte aber enttäuschen: „Weil dieser Bauabschnitt durch unsere engere Trinkwasserschutzzone führt, sind noch weitere Verfahrensschritte nötig.“ Er werde aber darauf drängen, dass der demnächst beginnende Grunderwerb durch das Land Baden-Württemberg zügig abgeschlossen und die Ausschreibung der Straßenbauarbeiten vorbereitet werde.

Der Lastwagenverkehr zum Porsche-Testzentrum hatte seit vielen Jahren die Nerven der Anwohner in der Mönsheimer Ortsdurchfahrt strapaziert. Die alte, knapp drei Kilometer lange Porsche-Strecke war eine Rumpelfahrbahn geworden. Nach jedem Winter war die nur rund fünf Meter breite Straße mit Schlaglöchern übersät.

Straße wird breiter

Das Land bessert die Porsche-Straße für 3,8 Millionen Euro aus, sie wird zurzeit auf 6,50 Meter verbreitert. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hatte bei Ministerpräsident Günther Oettinger einen raschen Ausbau angemahnt – und das Land ließ sich nicht lumpen. „Porsche braucht einen modernen und leistungsfähigen Verkehrsweg“, sagte Baden-Württembergs Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle beim symbolischen Spatenstich für die Straßensanierung Mitte Dezember 2007. Das Land hatte die Forderung der Gemeinde Mönsheim erfüllt, nach dem Ausbau der Straße den neuen Anschluss zur Landesstraße nicht auf die lange Bank zu schieben.

Die Straße zum Porsche-Zentrum muss viel aushalten. 10 000 Fahrzeuge pro Tag werden im Jahr 2010 auf der Landesstraße durch Mönsheim erwartet, an der neuen Einmündung zu Porsche sogar täglich 12 000 Fahrzeuge.