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Die A 8-Ausfahrt bei Heimsheim funktioniert nicht immer so gut wie hier. Die häufigen Rückstaus will man dort in den Griff bekommen. Foto: Ketterl, Archiv
Die A 8-Ausfahrt bei Heimsheim funktioniert nicht immer so gut wie hier. Die häufigen Rückstaus will man dort in den Griff bekommen. Foto: Ketterl, Archiv
07.06.2019

Straßenbauprojekte in der Region: Suche nach dem Patentrezept für „Dieb“-Kreisel und A8

Enzkreis. Der Regionalverband verfügt jetzt über eine Gesamtschau zum Ausbau der Landes- und Bundesstraßen im Nordschwarzwald. Axel Speer, Leiter der Straßenplanung im Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe erläuterte dem Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Verbandes die in den nächsten Jahren vorgesehen Bauprojekte.

Um die massiven Stauprobleme auf der A 8 in Heimsheim und beim „Dieb“-Kreisel Richtung Friolzheim und Mönsheim in den Griff zu bekommen, könnte das RP das Ei des Kolumbus finden. Denkbar sei ein Ausbau der Anschlussstelle mit bisher zwei Rampen auf ein Kleeblatt, sagte Speer auf Anfrage der PZ. Nach einer Analyse der Verkehrsströme überlege das RP zurzeit verschiedene Varianten, so zum Beispiel bessere Abfahrten von der A 8 sowie eine Unterführung des Kreisels, um dort den Verkehrsfluss zu garantieren.

Autobahn: Die Großbaustelle für den A8-Ausbau im Enztal soll Ende des Jahres kommen. Zurzeit bereitet das RP laut Speer den Wiederaufbau der abgebrochenen Gemeindebrücke zwischen Niefern-Vorort und Eutingen sowie den Bau einer Grünbrücke über die A 8 von Niefern ins Pforzheimer Waldgebiet Hagenschieß vor. Für die A 8-Grünbrücke bei Mutschelbach sei aufgrund der kritischen Haltung der Gemeinde Remchingen ein eigenes baurechtliches Verfahren nötig.

Bundesstraßen: Für die neue B 10-Brücke bei Niefern gebe es die Ausführungsplanung, der Baubeginn ist noch unklar. Der vierspurige B 10-Ausbau zwischen Eutingen und Niefern ist erst nach dem rund sechsjährigen Ausbau der A 8 an der Reihe. Für die Ortsumgehung Bauschlott (B 294) im Rahmen der Achse mit Bretten und Bruchsal macht das RP bis 2025 einen komplett neuen Plan.

Die zweite Strecke der Westtangente in Pforzheim vom Brötzinger Tal zur B 463 bei Dillweißenstein werde nicht vor 2030 geplant, so Speer. Das stieß im Ausschuss auf Kritik. Im ersten Bereich der Tangente wurde kürzlich der Arlinger-Tunnel zur B 294 Pforzheim/Birkenfeld begonnen – der Bau dauert fünf Jahre.

Landesstraßen: Die umstrittene Umgehung für Öschelbronn wurde gestrichen, der ebenfalls kritisierte Plan für eine Umfahrung Nieferns auf die lange Bank geschoben. Die Ortsumfahrung Mönsheim bleibt im Neubauprogramm, sei „aber sehr schwierig“, sagte Speer. Für den Ausbau der Wurmberger Straße von der Abzweigung nach Mönsheim bis Wiernsheim sowie der Landesstraße zwischen Lienzingen und Zaisersweiher laufen die Planungen.