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05.05.2019

Straßensanierung in Hamberg steht hinten an

Neuhausen-Hamberg. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Neuhausener Gemeinderat einstimmig für die Sanierung der Siedlungsstraße im Ortsteil Hamberg im Frühjahr ausgesprochen. Dort müssen Wasserkanäle erneuert werden, so Stefan Hähnle vom Ingenieurbüro Kirn aus Pforzheim, der die Entwurfsplanung vorstellte.

Enthalten sind die Erneuerung der Straße sowie der Mischwasserkanalisation und der Wasserversorgung. Der Mischwasserkanal sei hydraulisch überlastet, weshalb eine Vergrößerung notwendig sei, so Hähnle. Im Zuge der Straßensanierung werden zwei Grüninseln installiert. Sie sollen das Tempo-Limit auf 30 Stundenkilometer unterstreichen, so Bürgermeister Oliver Korz.

Die Planung sorgte für Unruhe unter den anwesenden Anwohnern. Birgit Lierheimer (FWV) fürchtete, dass durch die geplante Entwässerungsrinne das Unkraut ein Problem werden könne. Korz argumentiert, dass die Gemeinde für die Beseitigung des Unkrautes zuständig sei. Laut Lierheimer werde dies aber auch in anderen Straßen des Ortsteiles nicht immer beseitigt. Eine andere Lösung des Straßenbaus sei jedoch nicht möglich, so Hähnle: „Bei einer Neigung von maximal 2,5 Prozent ist ansonsten die Entwässerung nicht gewährleistet.“

An den Kosten für die Sanierung an sich müssen sich Grundstückseigentümer laut Korz nicht beteiligen – „allerdings können Kosten auf sie zukommen, wenn es um neue Hausanschlüsse wie Wasser oder Strom geht“, so der Bürgermeister. Im laufenden Haushalt sind für die Maßnahme rund 640.000 Euro veranschlagt.

Der Baubeginn könne auf April oder Mai 2020 datiert werden, so Hähnle. Grund hierfür seien die Erschließungsarbeiten im Tannenweg und die Ausschreibungen für die Arbeiten.

Beide Projekte werden getrennt voneinander ausgeschrieben. Somit müssen die Anwohner der Siedlungsstraße noch ein wenig Geduld aufbringen, bis die Straße erneuert wird.