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Die Bürgerinitiative „Gegenwind“ (rechts) klopft mit ihren Anwälten den Windpark-Antrag auf Schwachpunkte ab.
Die Bürgerinitiative „Gegenwind“ (rechts) klopft mit ihren Anwälten den Windpark-Antrag auf Schwachpunkte ab.
Kritischen Fragen der Windkraftgegner mussten sich die Vertreter der Firma Wircon/Wirsol (links), des Landratsamtes Enzkreis (Mitte) und des Regierungspräsidiums Karlsruhe (rechts) stellen.  seibel
Kritischen Fragen der Windkraftgegner mussten sich die Vertreter der Firma Wircon/Wirsol (links), des Landratsamtes Enzkreis (Mitte) und des Regierungspräsidiums Karlsruhe (rechts) stellen. seibel
11.01.2016

Straubenhardt: Erbitterter Kampf um Windpark-Details

Der Ton bei der Erörterung der Windkraftpläne in Straubenhardt bleibt scharf. Schon beim Auftakt im Dezember waren die Windpark-Pläne für den Wald bei Straubenhardt derart intensiv abgeklopft worden, dass sich Vertreter der Firma Wircon, die über ihr Tochterunternehmen Wirsol den Windpark-Antrag gestellt hat, Behördenvertreter und viele Bürger mit kritischen Fragen mit Blick auf die Fülle an Themen auf Januar vertagen mussten.

Seit Montag steht man sich nun also erneut in der Conweiler Turn- und Festhalle gegenüber. Die Tonlage hat sich nicht wesentlich verändert.

Dabei werden die Windkraftgegner mit ihren Anwälten nicht müde, jedes noch so kleine Deteil im Verfahren auf den Prüfstand zu stellen. Vor rund 60 Zuhörern ging es gestern zum Beispiel mehrere Stunden lang um die zu leistenden Ausgleichsmaßnahmen für Naturschäden, die durch den Anlagenbau erwartet werden. Zweiter Brennpunkt der Debatte war die Frage der Sicherheit beim Flugverkehr am Straubenhardter Segelflugplatz, der ziemlich nahe an den geplanten Windrädern liegt.

Einer der fleißigsten Redner auf Seiten der BI war Klaus Bock, der mit seinem Zahlenwerk den aus seiner Sicht erheblichen Eingriff in die Natur nachzeichnete. Bis zu 2800 Tonnen Baumaterial müsse pro Windrad in den Wald geschafft werden, so Bock. Allein für die zum Bau der 120 Meter hohen Räder wichtigen Wege sei es nötig, 50 000 Quadratmeter Waldfläche dauerhaft zu roden. In diesem Zusammenhang monierte BI-Anwalt Wolfgang Baumann, dass andere Möglichkeiten nicht geprüft worden seien und auch nichts vom Antragsteller unternommen worden sei, um dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermeidungsgebot Rechnung zu tragen. Zudem fehle eine Transportstudie. „Deshalb ist der Antrag rechtlich nicht haltbar und kann nicht genehmigt werden“, so Baumann.

Dem widersprachen Vertreter der Firma Wircon vehement. „Im Antrag sind alle erforderlichen Details zu finden“, versicherte Verwaltungsrechtler Winfried Porsch.

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