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25.05.2017

Straubenhardter Bürger wünschen sich besseren Austausch mit Gemeinderat

Straubenhardt. Erneut hat Straubenhardts Rathauschef Helge Viehweg den Bürgern die Gelegenheit gegeben, mit ihm ins Gespräch zu kommen. In der zweiten Runde der Reihe „Wir müssen reden“, diesmal im Pfinzweilermer Bürgerhaus, sollte es wieder um Wünsche und Sorgen der Straubenhardter gehen. War die Runde beim Auftakt in Feldrennach vor zwei Monaten noch in eine Grundsatzdiskussion um den geplanten Windpark in der Gemeinde abgedriftet, ging es diesmal vor allem um das Verhältnis zwischen dem Gemeinderat und den Bürgern.

„Wieso ist heute keiner aus dem Gremium erschienen?“, bemängelte die Mehrheit der 14 Straubenhardter, die an der Gesprächsrunde teilnahmen. Gerade die Räte, die aus dem kleinsten Teilort Pfinzweiler stammen – und übrigens die größte Gruppe im Rat ausmachen – wurden vermisst. Grundsätzlich sei die gegenseitige Wertschätzung ein Problem, befanden die Straubenhardter. „Bei der letzten Gemeinderatssitzung war ich der einzige Zuhörer“, erinnerte sich ein Bürger aus Langenalb. Im Gegenzug seien bei Veranstaltungen der Bürger, etwa auch zum Thema Windkraft, immer wenige bis keine Ratsmitglieder erschienen.

„Ich vermisse die Präsenz unserer gewählten Vertreter“, so der Langenalber weiter, „und, dass sie auch einfach einmal Stellung beziehen und ihre Position darlegen.“ Die oftmals geringe Zahl an Zuhörern bei den Sitzungen erschreckt auch Bürgermeister Viehweg: „Wenn wir Ende des Jahres über den Haushalt diskutieren, kommt niemand.“ Dabei vergebe die Gemeinde in diesen Sitzungen Millionen Euro für Projekte und Investitionen. „Das haut mich innerlich immer wieder um“, sagte Viehweg.

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