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Auge in Auge saßen sich Vertreter von Genehmigungsbehörden, Gutachtern und Projetktbetreibern von Wircon/Wirsol sowie viele Bürger (Foto), darunter zahlreiche Gegner der Windpark-Pläne, in der Turn- und Festhalle Conweiler bei den Erörterungen des Genehmigungsverfahrens beim Landratsamt Enzkreis gegenüber. Ein Jahr nach dem Abschluss wird im Januar die Genehmigung offengelegt. Foto: Seibel
Auge in Auge saßen sich Vertreter von Genehmigungsbehörden, Gutachtern und Projetktbetreibern von Wircon/Wirsol sowie viele Bürger (Foto), darunter zahlreiche Gegner der Windpark-Pläne, in der Turn- und Festhalle Conweiler bei den Erörterungen des Genehmigungsverfahrens beim Landratsamt Enzkreis gegenüber. Ein Jahr nach dem Abschluss wird im Januar die Genehmigung offengelegt. Foto: Seibel
29.12.2016

Straubenhardter sind gespannt auf die Windpark-Genehmigung

Die Gegner der Windpark-Pläne in Straubenhardt hatten in den sozialen Medien Alarm geschlagen: Man habe über den Umweg der Gemeinde Dobel erfahren, dass das Landratsamt dem Projektträger Wirsol für das Energievorhaben im Wald bei Straubenhardt die Baugenehmigung erteilt habe. Das ist im Grunde richtig. Der Enzkreis will den Bescheid für Straubenhardt im Januar offenlegen. Die Gegner beraten, welche Möglichkeiten ihnen zum Widerspruch bleiben.

Das Landratsamt ist zuständig für das immissionsschutzrechtliche Verfahren zu den Windkraft-Plänen, um das im Herbst 2015 und noch einmal im Januar bei öffentlichen Erörterungen erbittert gerungen wurde. Ziemlich genau elf Monate nach Ende dieser Erörterung hat der Enzkreis nun die immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt – und die schließt beispielsweise die Baugenehmigung mit ein. Das bestätigte gestern Landratsamtssprecher Jürgen Hörstmann auf Anfrage.

Im Detail werde das Landratsamt noch öffentlich informieren, so Umweltamtsleiter Axel Frey. Denn die Genehmigung wird erst am 11. Januar öffentlich bekanntgegeben und anschließend in den Rathäusern der Gemeinden Straubenhardt, Neuenbürg, Dobel und Bad Herrenalb zwei Wochen lang ausgelegt. Dort könne man sie einsehen. Wer wie die Bürgerinitiative Gegenwind Straubenhardt Einwände hat, kann dann Widerspruch einlegen.

Darüber entscheiden dann die Genehmigungsbehörden – also auch das Landratsamt selbst. Danach stünde den Gegnern nur noch der Weg vors Gericht offen. Über diesen Weg denken die Projektgegner nach. Das war schon im Rahmen der Erörterung vor Jahresfrist deutlich geworden, als der Anwalt der Bürgerinitiative, Wolfgang Baumann, den Wirsol-Windpark-Antrag wegen aus seiner Sicht unvollständigen Informationen und Gutachten als rechtlich nicht haltbar bewertete. Die Behörden sahen das damals wie heute anders. Bei der Bürgerinitiative begannen laut Christel Olivier gestern die Abstimmungen über das weitere Vorgehen. Man werde der Begründung der Genehmigung „sehr auf den Grund gehen“, so Olivier.

Lange Vorgeschichte

Vor mittlerweile fast sechs Jahren wurden in Straubenhardts Gemeinderat erstmals Windkraftthemen vorgestellt. Im Gremium gab es über Jahre immer Rückenwind für entsprechende Pläne, 2012 und 2013 gab es dazu Windmessungen und erste Untersuchungen zum Artenschutz.

Gegner in der Bürgerschaft organisierten sich 2015 offiziell in der Bürgerinitiative Gegenwind und hinterfragte Gutachten wie diejenigen zum Artenschutz. Das Energieunternehmen Wircon, zu dem Wirsol gehört, hatte im vergangenen Jahr das Jahresende 2016 für die Fertigstellung des Windparks anvisiert.

röhrich
30.12.2016
Straubenhardter sind gespannt auf die Windpark-Genehmigung

Da geht es doch schon los! Trassen für Zufahrten sind abgesteckt und Bäume zum fällen gekennzeichnet. mehr...

helmut
30.12.2016
Straubenhardter sind gespannt auf die Windpark-Genehmigung

Die Genehmigung kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Finanzmafia lässt sich solche Schnäppchen nicht entgehen. Ohne jegliches Risiko kann hiermit Geld gescheffelt werden. Der Steuerzahler und Stromkunde blecht für ein und dasselbe Produkt mehrmals. Die Ausbeutung der installierten Leistung beträgt in BW heute 0-5%. Der Reststrom kommt von dort wo er immer herkommt. Auch für diejenigen die ausschließlich Ökostrom beziehen. mehr...