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Helge Viehweg
Helge Viehweg
31.07.2018

Straubenhardts Bürgermeister Helge Viehweg und die verflixte vier

Straubenhardt. Mit seinem runden Geburtstag am Mittwoch hat Helge Viehweg ein Problem: Statt ans gute Schwabenalter zu denken, würde der Straubenhardter Schultes das Thema lieber verdrängen.

„Ich verstehe die Frage nicht“, wehrt Helge Viehweg ab. Dabei war die eigentlich gar nicht so kompliziert: „Sie werden ja am Mittwoch 40. Wie werden Sie diesen Tag verbringen?“ Wir haben verstanden: Es geht weniger um Verständnis im Sinne von Semantik oder Akustik. Weit mehr um dieses Wort – „Vierzig“. Denn eigentlich würde Viehweg lieber gar nicht Geburtstag haben. Oder zumindest nicht diesen. Und wenn schon, dann bitte wenigstens ohne Brimborium.

„Ich habe ein Problem mit der Vier“, gibt er zu: „Es ist schrecklich! Jetzt bin ich alt. Es fühlt sich an, als ob alles, was man vorher an Jugendlichkeit versprüht hat, mit einer Zahl verschwindet.“ Seufzen. „Schreiben Sie: Eigentlich werde ich 30 – und so sehe ich auch aus.“ Zumindest seinen Humor hat ihm der Geburtstag nicht verhagelt. „Oder ich sage jetzt einfach: Ich werde 39a.“

Dabei sei ihm der eigene Geburtstag nie so schrecklich wichtig gewesen. Und deshalb werde er auch arbeiten. Ganz normal. Wer vorbeischaue, bekomme ein Gläschen zu trinken. Aber einen richtigen Empfang, womöglich noch eine offizielle Ansprache – das hat sich der Bürgermeister verbeten. Ganz privat wird er danach dann aber doch ein bisschen feiern, am Abend mit seinem Mann, am Wochenende mit engen Freunden.

So wenig wie Viehweg eine große Sause geplant hat, so wenig hat er sich für die Zukunft ganz fest irgendetwas vorgenommen. Jeden Tag in dem Gefühl zu beschließen, etwas erreicht zu haben, das mag er. Er lebe im Hier und Jetzt, sei dankbar für seine Gesundheit und die Chance, sich als Bürgermeister gestaltend einbringen zu können.

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