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Vor einem Jahr wurde die Containeranlage in Keltern-Niebelsbach gebaut, die Kreisverwaltung zeigte damals, wie das Flüchtlingsheim eingerichtet wird. Jetzt will der Enzkreis die Unterkunft an die Gemeinde verkaufen.  Foto: Marx, Archiv
Vor einem Jahr wurde die Containeranlage in Keltern-Niebelsbach gebaut, die Kreisverwaltung zeigte damals, wie das Flüchtlingsheim eingerichtet wird. Jetzt will der Enzkreis die Unterkunft an die Gemeinde verkaufen. Foto: Marx, Archiv
10.12.2016

Streit im Kreistag um Kauf oder Vermietung von Asylheimen

Enzkreis. Kreisräte fordern den Landrat auf, Kommunen zu entlasten. Der Enzkreis solle die Flüchtlingsheime an die Gemeinden vermieten und die Bürgermeister nicht einseitig zum Kauf der Unterkünfte drängen.

Seit rund einem halben Jahr weist das Land dem Enzkreis fast keine Flüchtlinge mehr zu. Das Landratsamt hatte 3700 Plätze geschaffen. Doch nun sind viele Asylcontainer fast leer, im kommenden Jahr benötige der Kreis höchstens Einrichtungen für 1700 Schutzsuchende, längerfristig nur noch für 500 bis 700 Personen, so Landrat Karl Röckinger. Der Kreis will jetzt 13 Standorte aufgeben und die Unterkünfte an die Gemeinden verkaufen, die für die Anschlussunterbringung zuständig sind und Zug um Zug immer mehr Wohnraum für Flüchtlinge mit einem Bleiberecht anbieten müssen.

Die Freien Wähler, die CDU, SPD und FDP im Kreistag wehren sich aber dagegen, die Gemeinden zu belasten. In einem gemeinsamen Antrag für die nächste Sitzung des Kreistags fordern sie den Landrat auf, die nicht mehr benötigten Asylheime zu vermieten, sollten die Kommunen einen Kauf ablehnen. Das Landratsamt will Standorte in 13 Gemeinden aufgeben.

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