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Ein Landwirt versprüht im brandenburgischen Sieversdorf (Oder-Spree) ein Pestizid. Einer der weltweit beliebtesten Unkrautvernichter ist Glyphosat, der auch im Enzkreis zum Einsatz kommt.
Ein Landwirt versprüht im brandenburgischen Sieversdorf (Oder-Spree) ein Pestizid. Einer der weltweit beliebtesten Unkrautvernichter ist Glyphosat, der auch im Enzkreis zum Einsatz kommt.
18.05.2016

Streit um Glyphosat als Unkrautvernichter beschäftigt Bauern

Enzkreis. In Brüssel diskutiert die EU im Moment kontrovers um die Neuzulassung von Glyphosat als Unkrautvernichter. Es steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Landwirte in der Region wollen und können nicht auf das Herbizid verzichten. Dessen Einsatz ist jedoch streng kontrolliert und muss dokumentiert werden.

So giftig die Diskussion um den Unkrautvernichter Glyphosat derzeit geführt wird, so simpel ist für viele Landwirte die Rechnung, ob sich der Einsatz in ihrem Betrieb lohnt. 40 Euro Materialeinsatz plus 20 Euro Kosten für die Ausbringung mache unterm Strich etwa 60 Euro, die ein Bauer im Schnitt pro Hektar aufwenden muss, um mit Glyphosat den Acker unkrautfrei zu bekommen, sagt Ulrich Hauser, Vorsitzender der Bauern im Enzkreis: „Alternativ gibt es auch andere Möglichkeiten, den Boden zu bearbeiten, wie zum Beispiel den Pflug. Arbeitszeit, Personaleinsatz und Sprit machen zusammen aber etwa 100 Euro pro Hektar.“ Gut 40 Euro Unterschied, die sich bei einer durchschnittlichen Betriebsgröße im Enzkreis von etwa 50 Hektar schnell summieren.