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Dominique Horwitz
Dominique Horwitz
06.10.2016

Streitbarer Schauspieler muss für Raserei zahlen

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat die Rechtsbeschwerde des Schauspielers Dominique Horwitz gegen das Urteil des Amtsgerichts Nagold vom 27. Januar verworfen. Damit bleibt es dabei: Der 59-Jährige muss eine Geldbuße von 200 Euro bezahlen, weil er mit seinem Auto am Ortseingang von Nagold zu schnell unterwegs war. Außerdem hat er für die Kosten des Verfahrens in vierstelliger Höhe aufzukommen.

Der Fernsehschauspieler war am 26. Februar 2015 mit seinem Fahrzeug in Richtung Nagolder Innenstadt unterwegs. Am Ortseingang wurde er geblitzt. Die Messanlage an der Calwer Straße zeigte Tempo 82 an, erlaubt sind nur 50 Stundenkilometer. Den Strafbefehl über 100 Euro wollte Horwitz nicht akzeptieren und setzte Himmel und Hölle in Bewegung, um ungeschoren davonzu- kommen. Auf Antrag seiner Verteidigung wurden zahlreiche Zeugen geladen, unter anderem der Geschäftsführer einer privaten Firma aus Heilbronn – an die der Datensatz der Messanlage zum Abgleich übermittelt wurde – und ein Kfz-Sachverständiger, der ein Gutachten erstellte.

Das Amtsgericht verurteilte den Schauspieler nach fünfeinhalbstündiger Verhandlung und nach der fünften Verhandlungsrunde zu einer Geldstrafe von 200 Euro. Eine Berufung gegen das Urteil ist laut Rechtsordnung nicht möglich. Horwitz beantragte daraufhin die Zulassung der Rechtsbeschwerde, die das Oberlandesgericht Stuttgart jetzt schriftlich abgelehnt hat.