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Mit dem Sturm zu kämpfen hatten vor allem Träger von Regenschirmen. Von entwurzelten Bäumen auf Straßen oder Schienen oder von abgedeckten Dächern sind bislang nicht bekannt.
Mit dem Sturm zu kämpfen hatten vor allem Träger von Regenschirmen. Von entwurzelten Bäumen auf Straßen oder Schienen oder von abgedeckten Dächern sind bislang nicht bekannt. © Symbolbild: dpa
09.12.2011

Sturmböen bleiben in der Region bislang folgenlos

Enzkreis/Nordschwarzwald. Viel Wind, aber sonst ist wenig passiert - die Bilanz des ersten Dezembersturms über Deutschland fiel glimpflich aus. Für die Region um Pforzheim gibt es nur eine bis Freitag, 17 Uhr terminierte amtliche Warnung vor schweren Sturmböen in Nordschwarzwald-Lagen über 600 Meter Höhe. Für die Stadt Pforzheim selbst und für den größten Teil des Enzkreises ist die Warnung auf Sturmböen beschränkt. Am Adventswochenende soll es weiter windig und nasskalt bleiben.

Die Sturmnacht bescherte der Feuerwehr Pforzheim keine besonders schweren Arbeit. Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer? Bislang Fehlanzeige. Im Verlauf der Nacht gab es in Höhenlagen stellenweise schwere Sturmböen von 90 bis 100 Stundenkilometern. In tieferen Gefilden ging der Wind zuweilen mit Tempo 80 zur Sache. Der Deutsche Wetterdienst warnt in solchen Fällen vor herabstürzenden Ästen oder Dachziegeln. Auch könnten vereinzelt Bäume entwurzelt werden. Von großen Schäden in der Region ist noch nichts bekannt.

«Friedhelm» war auch in ganz Deutschland nicht so stürmisch wie erwartet: Das Sturmtief richtete in der Nacht zum Freitag nur geringe Schäden an. In der Nähe von Kassel stürzte ein Baum um und beschädigte drei geparkte Autos. Im hessischen Schwalm-Eder-Kreis riss der Sturm einen Telefonmast um. Ein Autofahrer fuhr gegen den Mast, der Schaden war gering. An der Nordseeküste wurden Bäume umgeknickt und Baustellenschilder umgeworfen.

In St. Peter-Ording an der Nordseeküste erreichten die Böen Spitzengeschwindigkeiten von 108 Stundenkilometern. Die höchsten Windgeschwindigkeiten wurden in der Nacht auf dem Brocken gemessen: Hier stürmte es laut DWD mit bis zu 166 Stundenkilometern. In Mönchengladbach wurden am Regionalflughafen 100 Kilometer in der Stunde gemessen. Mancherorts regnete es auch stark, so etwa im westlichen Sauerland und im Bergischen Land.

Zwischen zwei und drei Uhr flaute der Wind ab, nachdem die Front des Tiefdruckgebiets über die Küste hinweggezogen war und Richtung Skandinavien weiterzog. Allerdings warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiter vor orkanartigen Böen bis Windstärke 11. Am dritten Adventswochenende soll es außerdem immer wieder regnen oder schneien. Besonders stürmisch und nasskalt soll es im Norden werden. dpa