nach oben
03.05.2009

Sturz in Nagold: 16-Jähriger soll Auto gefahren haben

CALW. Noch liegen nicht alle Untersuchungsergebnisse vor, aber nach dem bisherigen Stand der polizeilichen Vernehmungen sieht es so aus, als sei der Fahrer des mit sieben Personen überfüllten Fiat Punto, der am Sonntag um 1.11 Uhr in die Nagold stürzte, nicht der 18-jährige Halter des Autos gewesen, sondern ein 16-Jähriger. Beide schweben laut Auskunft der Polizei immer noch in akuter Lebensgefahr, während die anderen Unfallopfer den Sturz in den Fluss vergleichsweise heil überstanden haben. 

Der Fahrer des Fiat sei "zu schnell gefahren" und habe "einen Fahrfehler gemacht", sagt Winfried König, Leiter der Pressestelle der Polizeidirektion Calw. Das Auto geriet auf der B463 von Calw in Richtung Nagold kurz vor Kentheim etwas zu weit nach rechts, schleuderte dann nach links und stürzte dort eine vier Meter höhe Böschung hinab, knickte dabei mehrere Bäume um und landete schließlich auf dem Dach mitten in der rund 1,50 Meter tiefen Nagold.

Ob Alkohol im Spiel war, konnte die Polizei am Montagvormittag noch nicht sagen, da die Ergebnisse, so König, noch nicht vorliegen würden. Die Polizei hatte Blutproben von Fahrer und Halter genommen.

Bei dem Sturz in die Nagold wurden zwei Personen - der 16- und der 18-Jährige - eingeklemmt. Ein Anwohner und ein Polizist hatten im kalten Wasser stehend vergeblich versucht, die beiden jungen Menschen zu befreien. Das gelang erst der Freiwilligen Feuerwehr Calw, die mit drei Schlauchbooten im Einsatz war und das Auto mit der Rettungsschere öffnen musste. Notärzte konnten die beiden Unfallopfer wiederbeleben, aber dennoch schweben sie immer noch in akuter Lebensgefahr.

Fünf Insassen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, davon zwei 14 und 15-jährige Mädchen, konnten sich aus dem umgekippten Auto in der Nagold befreien.