Enzkreis/Freiburg. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass die aktuellen Pferdeschänder-Fälle in Freiburg mit den Stuten-Misshandlungen im Juli im Enzkreis zusammenhängen könnten. Nun gibt es vier Fälle von Pferdequälereien in Freiburg. Die dortige Polizei geht bei zwei der misshandelten Stuten – sie wurden durch Schnitte im Genitalbereich verletzt – von sexuell motivierten Taten aus. Ein Zusammenhang der neuen Taten im Raum Freiburg und den Pferdequälereien in der Region um Pforzheim ist laut aktueller Auskunft von Polizei-Pressesprecher Frank Otruba und eines schon am Monatsanfang befragten Freiburger Polizeisprechers nicht bekannt.
Im Freiburger Raum gab es zuletzt 2009 eine Serie von Stuten-Misshandlungen. Hier konnte die Polizei jedoch den Täter schnappen und vor Gericht bringen. Bei den aktuellen Fällen scheint es noch keine heißen Spuren zu geben. 2011 hatte ein Pferdeschänder im Kreis Heidenheim sein verbrecherisches Unwesen getrieben. Dabei kam auch eine Stute zu Tode.
In der Region um Pforzheim sind im Juli in Sternenfels, Maulbronn und Keltern drei Stuten im Genitalbereich verletzt worden, eine davon so schwer, dass sie eingeschläfert werden musste. Dass der nach wie vor unbekannte Täter im Enzkreis aus sexueller oder sadistischer Motivierung gehandelt haben könnte war auch ein Ansatz bei den Ermittlungen der Pforzheimer Polizei, die wegen der Tierquälereien extra eine Ermittlungsgruppe eingesetzt hatte, die mittlerweile wieder aufgelöst wurde.

