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Die Frucht der Knausbirne ist am Kelch abgerundet. Früher war sie im württembergischen Landesteil durchaus verbreitet. Sie trug auch Namen wie Frühe Weinbirne, Elsässer, Frühe Frankfurter, Röthelbirne, Fassfüller oder Zenk- und Zankbirne. Foto: Walter Hartmann
Die Frucht der Knausbirne ist am Kelch abgerundet. Früher war sie im württembergischen Landesteil durchaus verbreitet. Sie trug auch Namen wie Frühe Weinbirne, Elsässer, Frühe Frankfurter, Röthelbirne, Fassfüller oder Zenk- und Zankbirne. Foto: Walter Hartmann
Die Knausbirne kann zu einem stattlichen Baum mit vielen Früchten heranreifen. In der Region ist diese Art sehr selten. Foto: Walter Hartmann
Die Knausbirne kann zu einem stattlichen Baum mit vielen Früchten heranreifen. In der Region ist diese Art sehr selten. Foto: Walter Hartmann
14.02.2018

Suche nach der Knausbirne: PZ hofft auf die Hilfe der Leser

Enzkreis. Die Leser sind gefragt: Wer hilft der Redaktion, einen der letzten Knausbirnbäume in der Region aufzuspüren? Die Knausbirne ist Streuobstsorte des Jahres 2018.

Der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg, kurz LOGL, kürt seit 1998 eine solche Streuobstsorte und trägt nach eigenem Bekunden so zum Erhalt der Artenvielfalt auf den Streuobstwiesen bei. Wie Rolf Heinzelmann, Geschäftsführer des in Stuttgart ansässigen Verbandes, mitteilt, „beherbergen Obstwiesen eine enorme Vielfalt und bieten Lebensraum für 5000 Tier- und Pflanzenarten“. Heinzelmann weiter: „Bis zu 3000 verschiedene Obstsorten stellen ein wichtiges Gen-Reservoir dar und tragen zum hohen ökologischen Wert der Streuobstwiesen bei.“ Im Falle der Knausbirne ist der konkrete Beitrag zur Artenvielfalt in der Region allerdings eine offene Frage. Denn die heute selten gewordene Knausbirne hat schon bessere Zeiten gesehen.

Heinzelmanns Hinweis: „Im 19. Jahrhundert trug sie laut dem Farbatlas für alte Obstsorten zum Aufschwung des Obstbaus in Württemberg bei.“ Dieser historische Hinweis ist wertvoll. Tatsächlich ist die Knausbirne im badischen Landesteil noch sehr viel seltener anzutreffen als im Schwabenland. Befragt zur Knausbirne, müssen gleich mehrere Autoritäten im Enzkreis passen: In diesem kniffligen Fall können weder das Landwirtschaftsamt, noch der Landschaftserhaltungsverband des Enzkreises weiterhelfen. Und beim Gartenfachbetrieb Bräuninger in Remchingen-Singen löst die Anfrage ebenso ein Schulterzucken aus, wie beim Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Enzkreis/Pforzheim. Also: Wer weiß, wo in der Region noch eine Knausbirne steht? Hinweise per Mail bitte rasch an: peter.marx@pz-region.de