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Hussein K. sitzt in Freiburg vor Gericht.
Hussein K. sitzt in Freiburg vor Gericht. © lsw/Archiv
14.11.2017

Suizidversuch überschattet Mordprozess gegen Hussein K.

Freiburg (dpa/lsw) - Der nach dem Sexualmord an einer aus dem Enzkreis stammenden Studentin in Freiburg angeklagte Flüchtling Hussein K. hat im Gefängnis erneut versucht, sich umzubringen. Er habe leichte Schnittverletzungen an der linken Hand, sagte der medizinische Sachverständige Hartmut Pleines am Dienstag vor dem Landgericht Freiburg.

Trotz der Verletzungen sei Hussein K. weiter voll verhandlungsfähig. Der Prozess könne fortgesetzt werden. Nach dem Vorfall, der sich am Sonntag ereignete, hatte Pleines den Angeklagten begutachtet.

Justizangaben zufolge war es der dritte Suizidversuch des jungen Mannes seit seiner Festnahme im vergangenen Dezember. Wegen der erhöhten Gefährdung werden Hussein K. und dessen Gefängniszelle rund um die Uhr per Video überwacht, sagte der Sprecher des Justizministeriums in Stuttgart, Robin Schray. So könnten Suizidversuche rasch erkannt und unterbunden werden. Seit dem ersten Suizidversuch ist Hussein K. im Gefängniskrankenhaus Hohenasperg bei Ludwigsburg untergebracht. Zu Details der Haft äußert sich das Ministerium generell nicht.

Hussein K. werden Mord und besonders schwere Vergewaltigung vorgeworfen. Er hat zugegeben, vor rund 13 Monaten in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Die Frau ertrank im Wasser des Flusses Dreisam. Seit Anfang September steht er in Freiburg vor Gericht. Ein Urteil soll im nächsten Frühjahr gesprochen werden.

Justizangaben zufolge hatte der Angeklagte beim Hofgang eine Rasierklinge gefunden und sich danach in der Zelle versucht, die Pulsadern aufzuschneiden. Dies sei durch die Videoüberwachung aber bemerkt und schließlich verhindert worden.

Verteidiger Sebastian Glathe wollte sich dazu nicht äußern. Er hatte in den vergangenen Prozesstagen von zunehmenden psychischen Problemen des Angeklagten berichtet und um eine erneute medizinische Begutachtung gebeten.

Zudem sagte am Dienstag eine Sachverständige des Landeskriminalamtes (LKA) in Stuttgart zu den am Tatort gefundenen DNA-Spuren aus. An der Leiche, an der Bekleidung sowie am Fahrrad des Opfers seien Körperspuren des Angeklagten gefunden worden. Zudem entdeckten Ermittler unweit des Tatorts in einem Dornengebüsch ein 18,5 Zentimeter langes, blondiertes Haar. Dieses sei per DNA-Abgleich eindeutig dem Angeklagten zugeordnet worden.

Die Studentin war nachts alleine mit dem Fahrrad unterwegs, als sie Opfer des Verbrechens wurde. Spermaspuren wurden dem Gutachten zufolge nicht festgestellt. Zudem seien viele Spuren durch das Wasser, in dem die Leiche lag, vernichtet worden.

Es geht in dem Prozess auch um die Frage, wie alt der vor der Jugendkammer stehende Mann tatsächlich ist. Dies wird Auswirkungen auf die Höhe der Strafe haben. Er selbst hatte angegeben, aus Afghanistan zu kommen und 17 Jahre alt zu sein. Zum Prozessauftakt gab er aber zu, beim Alter gelogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hält Hussein K. für mindestens 22 Jahre. Gutachten stützen dies.

Der Prozess wird am Donnerstag mit der erneuten Vernehmung eines Mithäftlings des Angeklagten fortgesetzt.

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Isis
14.11.2017
Studentin aus dem Enkreis ermordet: Prozess wird nach Suizidversuch fortgesetzt

der Arme. In seiner Heimat wær er længst gefoltert. mehr...

OB-Kandidat
14.11.2017
Studentin aus dem Enkreis ermordet: Prozess wird nach Suizidversuch fortgesetzt

Darauf haben wir gerade noch gewartet: Der Verdächtige richtet sich selber, und alle sind zufrieden. Klappe zu, Fall erledigt. Ich könnte mir vorstellen, dass es noch zu einigen Überraschungen kommt, sollte der Typ den Prozess überleben. Vielleicht erfahren wir noch interessante Details dazu, wie es zu seiner Haftentlassung in Griechenland kam, und wie er dann nach Deutschland gekommen ist. Die Schuld an dem Verbrechen ist auch in Berlin, Brüssel und Athen zu suchen. mehr...

Anno nymus
14.11.2017
Studentin aus dem Enkreis ermordet: Prozess wird nach Suizidversuch fortgesetzt

[QUOTE=Isis;289779]der Arme. In seiner Heimat wær er længst gefoltert.[/QUOTE] Sie würden also die Folter befürworten? Oder was wollen Sie mit dem Kommentar sagen? mehr...

Anais
14.11.2017
Studentin aus dem Enkreis ermordet: Prozess wird nach Suizidversuch fortgesetzt

[QUOTE=Anno nymus;289790]Sie würden also die Folter befürworten? Oder was wollen Sie mit dem Kommentar sagen?[/QUOTE] Ich glaube, Sie möchte sich nur erleichtern. mehr...