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Mit der Verabschiedung des Bebauungsplans für die Nahversorgung in Bilfingen rückt die Verwirklichung für ein Supermarktprojekt an dieser Stelle ein Riesenstück näher. Foto: Manfred Schott
Mit der Verabschiedung des Bebauungsplans für die Nahversorgung in Bilfingen rückt die Verwirklichung für ein Supermarktprojekt an dieser Stelle ein Riesenstück näher. Foto: Manfred Schott
15.11.2016

Supermarktbau in Kämpfelbach rückt in greifbare Nähe

Ein Aufatmen war bei Bürgermeister Udo Kleiner, bei Teilen der Gemeinderatsmitglieder und vor allem auch bei den Zuhörern im Sitzungssaal des Bürgerhauses in Ersingen förmlich zu spüren.

Mit 15 Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschloss der Kämpfelbacher Gemeinderat den Bebauungsplan Nahversorgungmarkt Bilfingen-Süd/Benzstraße als Satzung. Damit kann der verbindliche Bauleitplan nach öffentlicher Bekanntmachung Rechtskraft erlangen. Aktuell bedeutet dies, dass die Sicherstellung der Nahversorgung in Kämpfelbach, vor allem in Bilfingen, in greifbare Nähe rückt. Der eingereichte Bauantrag des künftigen Marktbetreibers Aldi Süd kann mit den entsprechenden Auflagen beim Baurechtsamt des Enzkreises in die Genehmigungsphase gehen. Auch wird der Kaufpreis für das Baugrundstück in Höhe von 820 000 Euro die Gemeindekasse für weitere Investitionen stärken. Vor dem jetzigen Satzungsbeschluss wurden im Rat die bei der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfes vorgebrachten Anregungen und Bedenken detailliert von Stadtplaner Ulrich Villiger vorgetragen und per Abwägungsbeschluss gewürdigt.

Siegfried Böhm machte seitens der CDU deutlich, dass im Vertrag mit Aldi keine Rechtsverpflichtung zum Bau eines Verkehrs-Kreisels aufgenommen sei. Dieser werde nach Meinung der CDU-Fraktion erst mit dem Bau des zentralen Feuerwehrhauses akut. Für die Beseitigung des Oberflächenwassers müsse Aldi selbst sorgen. Die Gemeinde müsse darauf achten, dass die Dimensionen für einen späteren Anschluss des Kreisels ausreichend sind. Diese Rechtspositionen erleichterten der CDU die Zustimmung zum Abschluss des Bebauungsplanverfahrens. Gleich nach Aufruf dieses Tagesordnungspunktes stellte Gemeinderätin Christine Fischer (LMuU) den Antrag auf Absetzung des Satzungsbeschlusses. Nach ihrer Meinung, liegen die vollen finanziellen Auswirkungen, beispielsweise ein Regenrückhaltebecken, noch nicht auf dem Tisch. Mit Blick auf die dauerhaft ablehnende Haltung der Liste Mensch und Umwelt zum Nahversorgungsmarkt machte Eddi Vögele (Freie Wähler) deutlich, dass nach schwierigen Prüfungen die Sache entscheidungsreif sei. Ein Vertagungsantrag erhielt nur die beiden Stimmen der LMuU-Fraktion.