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Mit der Elektroversorgung übernimmt das Technische Hilfswerk Niefern-Öschelbronn weitere Aufgaben, die Geräte zeigte THW-Ortsbeauftragter Timo Leonhard (von links) dem Feuerwehrkommandanten Michael Szobries, Bürgermeister Jürgen Kurz und Ursula Burkhard, der Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins. Foto: Tilo Keller
Mit der Elektroversorgung übernimmt das Technische Hilfswerk Niefern-Öschelbronn weitere Aufgaben, die Geräte zeigte THW-Ortsbeauftragter Timo Leonhard (von links) dem Feuerwehrkommandanten Michael Szobries, Bürgermeister Jürgen Kurz und Ursula Burkhard, der Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins. Foto: Tilo Keller
26.07.2015

THW übernimmt jetzt auch die Elektroversorgung

Niefern-Öschelbronn. Der THW-Ortsverband Niefern-Öschelbronn ist um die Fachgruppe Elektroversorgung erweitert worden. Die örtliche Ausrüstung ist um eine Netzersatzanlage mit einer Leistung von rund 200 kVA ergänzt worden. Das hat der Ortsverband des Technischen Hilfswerks mit einem Weißwurstfrühstück gefeiert.

Der THW-Ortsverband hat aktuell 46 aktive Mitglieder, die schon zu Einsätzen rund um den Globus unterwegs waren. Dazu gehörten beispielsweise im Jahr 2002 das Elbe-Hochwasser und die UN-Mission Sierra Leone, im Jahr 2003 die Flutkatastrophen in Sri Lanka und in Südfrankreich und 2005 in New Orleans. „Seit vielen Jahren liegt unsere große Kompetenz nicht nur im Bereich der Bergungsgruppe und in unserer Fachgruppe Wasserschaden-Pumpen, sondern auch im Bereich der Elektroversorgung“, so Ortsbeauftragter Timo Leonhard. Insgesamt vier Elektromeister und acht Elektriker sind im Ortsverband engagiert. Diese außergewöhnliche Konzentration von Kompetenz führte zu einer von der Helfervereinigung finanzierten Sondergruppe Elektroversorgung, die viele Einsätze im In- und Ausland hatte.

Im Gegensatz dazu gelang es dem Ortsverband Baden-Baden in den letzten Jahren nicht mehr, die Elektro-Fachgruppe zu besetzen, weshalb diese nun in den Ortsverband nach Niefern-Öschelbronn verlegt wurde.Bundesweit gibt es 66 dieser Fachgruppen. „Beide Gruppen bei uns im Ortsverband stationiert zu haben, ist für überregionale Einsätze sehr von Vorteil, da die Wasserschaden-Pumpen in den meisten Einsätzen zur Unterstützung eine Elektroversorgung benötigen“, sagte Leonhard. „Somit ist der Ortsverband immer autark einsetzbar.“ Ziel sei es, langfristig eine voll funktionsfähige dritte Gruppe im Ortsverband zu haben.

Die Entscheidung für eine weitere Fachgruppe sei gerade noch rechtzeitig gekommen, um zusätzlichen Platz in die Planung für die neue Unterkunft aufzunehmen. Damit sind aktuell neun Hallenstellplätze vorgesehen.„Auch beim Thema Neubau sind wir schon ein ganzes Stück weitergekommen und wägen uns auf der Zielgeraden“, sagte Leonhard. In den nächsten Tagen stehen wichtige Schritte auf dem Weg zum Neubau an. Spätestens im Jahr 2017 soll der Einzug in das geplante Gebäude erfolgen.

Erfreulich: Bei einem Vergleich unter den 668 Ortsverbänden im Bund landete Niefern-Öschelbronn auf Platz zwei. „Ich bin sehr stolz auf uns“, sagte Leonhard.