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Nicht mehr zu sanieren: Das 90 Jahre alte Domizil des TV Obernhausen.  Foto: Ketterl 

TV Obernhausen kann von Birkenfeld mit 330.000 Euro Zuschuss rechnen

Birkengeld. Der Birkenfelder Gemeinderat hat den Weg für den Bau eines neuen Vereinsheims des Turnvereins Obernhausen (TVO) geebnet. Einstimmig beschloss das Gremium, insgesamt 330.000 Euro für das Projekt beizusteuern. Der Verein erwartet außerdem einen Zuschuss von 50.000 Euro vom Württembergischen Sportbund und will 80.000 Euro Eigenmittel bringen. Insgesamt stünden für den Bau also 460.000 Euro zur Verfügung. Ersetzen will der TVO damit das 90 Jahre alte Vereinsheim an der Grundstraße, dessen Sanierung sich nicht mehr lohnt.

Der Beitrag der Gemeinde setzt sich zusammen aus einem Investitionskostenzuschuss von 110.000 Euro, einem zinslosen Darlehen über 100.000 Euro und 120.000 Euro, für die die Gemeinde das vereinseigene Grundstück kauft, auf dem das bisherige Domizil steht und auf dem auch das neue errichtet werden soll.

Dafür wird dann eine jährliche Pacht von 1200 Euro fällig. Joachim Hausmann (SPD) forderte, vertraglich zu fixieren, dass sich der Verein auch künftig um die Pflege des Geländes kümmere. Den Kredit soll der Verein 25 Jahre lang jeweils mit 4000 Euro tilgen. Eine Summe, die für den Verein durchaus stemmbar sei, sagen der Vorsitzende Klaus Lukosek und sein Stellvertreter Werner Grether, die dem Gemeinderat für Fragen zur Verfügung standen. „Ich denke, 5000 bis 6000 Euro jährlich können wir über Einnahmen aus Veranstaltungen oder einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge aufbringen“, so Grether.

Auch wenn Katja Erdmann-Bott (SPD) anmahnte, dass man sich mit dieser Einzelfallentscheidung doch schon wieder weit von den kürzlich beschlossenen Vereinsförderrichtlinien entferne, erkannte sie die Notwendigkeit des Neubaus an und schloss sich dem allgemeinen Lob für den aktiven Verein an. Der 120 Jahre alte TVO, der im Faustball eine bundesweite Größe ist, hat derzeit rund 380 Mitglieder. Das rege Vereinsleben wird ergänzt durch Turnen, Karate, Gymnastik, Fitness und Bogenschießen, aber auch durch eine Theatergruppe.

Das Förderangebot der Gemeinde kann die Vereinsspitze nun mit ihren Mitgliedern diskutieren. Sollten die den Plänen und einem Verkauf des Geländes zustimmen, ist es am Verein, ein Finanzierungs- und Nutzungskonzept zu erstellen. Dann will die Verwaltung die Gelder freigeben.