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Maulbronn: Kirchensaal der neuapostolischen Kirche mit außergewöhnlichem Lichteinfall, präsentiert von Architekt Martin Dürr (von rechts) und Hans Göz, Vorsitzender der Architektenkammergruppe Pforzheim Enzkreis.
Maulbronn: Kirchensaal der neuapostolischen Kirche mit außergewöhnlichem Lichteinfall, präsentiert von Architekt Martin Dürr (von rechts) und Hans Göz, Vorsitzender der Architektenkammergruppe Pforzheim Enzkreis.
Mühlacker-Dürrmenz: Zweigeschossiges Wohnhaus mit kubischer Form, erklärt von (von links) Hans Göz, Bauherr Alexander Gerst und Architektin Tanja Gerst.  Fotos: Tilo Keller
Mühlacker-Dürrmenz: Zweigeschossiges Wohnhaus mit kubischer Form, erklärt von (von links) Hans Göz, Bauherr Alexander Gerst und Architektin Tanja Gerst. Fotos: Tilo Keller
Pforzheim-Huchenfeld: Evangelisches Gemeindehaus, erklärt von Pfarrerin Susanne Bräutigam (von rechts), Architekt Mark Arnold und Hans Göz.
Pforzheim-Huchenfeld: Evangelisches Gemeindehaus, erklärt von Pfarrerin Susanne Bräutigam (von rechts), Architekt Mark Arnold und Hans Göz.
24.06.2018

Tag der Architektur: Tour zu besonderen Beispielen in der Region

Mühlacker-Dürrmenz/ Maulbronn/Pforzheim. Rund 50 Interessierte haben sich von Pforzheim aus zu einer Architektur-Erkundungstour unter der Leitung von Hans Göz, Vorsitzender der Architektenkammergruppe Pforzheim Enzkreis aufgemacht.

Passend zum Tag der Architektur, der dieses Jahr unter dem Motto „Architektur bleibt“ stand, ging es zu jeweils einem Gebäude in Pforzheim-Huchenfeld, Mühlacker-Dürrmenz und Maulbronn.

Die erste Station war das evangelische Gemeindehaus in Pforzheim-Huchenfeld, wo Architekt Mark Arnold und Pfarrerin Susanne Bräutigam über Erweiterung und Neubau des Gebäudes berichteten. Der Ursprung des Projekts war ein Wettbewerb im Jahr 2012 mit sechs Architekturbüros. Der Siegerentwurf war aus Kostengründen aber nicht realisierbar. Eineinhalb Jahre später wurde der Entwurf verändert und auf den Etat der Kirche angepasst. „Die Grundstruktur des alten Gebäudes war ganz gut angelegt“, erklärte Arnold. Und so sei der obere Teil mit einer Massivholzkonstruktion neu aufgesetzt worden. „Da wir ein Haus weggenommen haben, wurde der Platz frei“, hob der Architekt auch die Gestaltung um das Gebäude hervor. „Die Grundstruktur des Gebäudes ist gleich geblieben, das hat die Akzeptanz bei manchen Gemeindemitgliedern erleichtert“, erklärte Pfarrerin Bräutigam. „Allerdings gibt es hier nicht mehr das alte Linoleum und verkratzte Wände. Alles ist hell und freundlich und viel mehr unmittelbare Begegnungen sind möglich“, machte sie auf die Transparenz durch große Fenster aufmerksam.

In Dürrmenz gab es Gelegenheit, das neu gebaute Wohnhaus von Familie Gerst zu besichtigen. Das zweigeschossige Gebäude fügt sich mit seiner kubischen Form und Flachdach in das Hanggelände ein. Architektin Tanja Gerst, deren Bruder der Bauherr ist, machte auf die grobe Putzfassade aufmerksam, die im Kontrast zu den großen, hellen Lärchenfenstern steht. „Es war uns wichtig, natürliche Materialen einzusetzen“, erklärte Bauherr Alexander Gerst. Mit Überschuhen ausgerüstet, verschafften sich die Besucher einen Einblick ins Wohnambiente.

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