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© Symbolbild: dpa
08.10.2014

Tag der Küchenbrände in der Region: Bellender Hund rettet Familie

Pfinztal-Wöschbach. Der Dienstag muss in der weiteren Region um Pforzheim der Tag der Küchenbrände gewesen sein. Gleich mehrfach tauchen überhitzte Herdplatten und in Flammen stehende Abzugshauben in den Polizeimeldungen auf. In Pfinztal-Wöschbach hatte es eine Familie ihrem Hund zu verdanken, dass bei einem Brand in der Küche am Dienstag kurz vor Mitternacht Schlimmeres verhindert werden konnte. In Nufringen flog eine heiße Pfanne aus dem Fenster und in Leonberg-Warmbronn macht sich die Polizei Gedanken über einen eventuell nicht korrekt angeschlossenen Gasschlauch.

Der 15-jährige Sohn einer Wöschbacher Familie hatte sich abends auf einer Kochplatte Essen zubereitet und anschließend die Küche verlassen. Die Kochplatte geriet in der Folge aus noch ungeklärter Ursache in Brand. Durch das Gebell des Hundes wurde die bereits schlafende Mutter geweckt, die dann die in Flammen stehende Kochplatte mit ihren beiden Kindern löschen konnte.

Der Freiwilligen Feuerwehr Pfinztal, die mit zwei Fahrzeugen ausrückte, blieb deshalb glücklicherweise nicht mehr viel zu tun. Die drei Familienmitglieder wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Sachschaden wird mit rund 3.000 Euro beziffert. Hinsichtlich der genauen Brandursache dauern die Ermittlungen noch an.

Drei Verletzte und Sachschaden in Höhe von rund 70.000 Euro forderte am Dienstag um 18.15 Uhr ein Küchenbrand in Leonberg-Warmbronn. Auf einer Terrasse im Außenbereich des Einfamilienhauses, jedoch direkt angrenzend an die Küche, kochte eine 56-jährige Bewohnerin auf einem Gasherd. Während sie die Kochstelle verlassen hatte, entwickelte sich vermutlich aufgrund eines nicht korrekt angeschlossenen Gasschlauchs ein Brand.

Bei der Brandentdeckung hatten sich die Flammen bereits auf den Rahmen des Küchenfensters und von dort aus auf die Küchenmöbel ausgebreitet. Durch das schnelle Handeln der 56-Jährigen, ihrer 82 Jahre alten Mutter und eines 50-jährigen Nachbarn konnte der Brand mit Hilfe eines Feuerlöschers, eines Gartenschlauchs und mehrerer Decken noch vor Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehren Leonberg und Warmbronn gelöscht werden.

Die drei Personen erlitten Rauchgasvergiftungen, zwei von ihnen wurden mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Am Brandort waren 26 Einsatzkräfte der Feuerwehr, vier Mitarbeiter des Rettungsdienstes und fünf Mitglieder des Technischen Hilfswerks eingesetzt.

Zu einem Brand in Nufringen rückten am Dienstag um 17.50 Uhr insgesamt fünf Fahrzeuge mit 25 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren Nufringen und Herrenberg aus. Ein 67-jähriger Anwohner eines Zweifamilienhauses hatte im Erdgeschoss eine Pfanne auf den Herd gestellt, die Kochplatte hoch gedreht und anschließend die Küche kurz verlassen. Als er zurückkam stand der Inhalt der Pfanne bereits in Flammen und die darüber liegende Abzugshaube hatte Feuer gefangen.

Der 67-Jährige versuchte, die Pfanne in der Spüle abzulöschen und warf sie im Anschluss aus dem Fenster ins Freie. Das Löschen der Küche übernahmen die eingetroffenen Feuerwehren. Mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung wurde der Bewohner durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. In der Wohnung entstand ein Sachschaden über etwa 30.000 Euro.