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Freuen sich über ein gut gefülltes Sparkassenhaus in Calw: Georg Stickel (von links), Hans Neuweiler, Jay Alexander, Karin Balster, Jürgen Lauinger, Karin Eckstein, Sieghardt Bucher, Katrin Zauner und Guido Buchwald. meyer
Tenor Jay Alexander (von links) und Fußball-Weltmeister Guido Buchwald machen sich gemeinsam stark für die Familienherberge „Lebensweg.“
Wie wird heutzutage Stiftungsvermögen am besten angelegt? Über die verschiedenen Möglichkeiten informierte Sparkassenfinanzfachmann Jürgen Lauinger.
01.10.2015

Tag der Stiftungen: Podiumsdiskussion im Sparkassenhaus Calw

Oft sind es Prominente, die ihren Bekanntheitsgrad dazu nutzen, um für Stiftungen zu werben und Geld zu sammeln. Zu diesen Botschaftern des „guten Zwecks“ zählen auch Fußball-Weltmeister Guido Buchwald und Tenor Jay Alexander.

Bildergalerie: Tag der Stiftungen: Podiumsdiskussion im Sparkassenhaus Calw

Auf der Podiumsdiskussion im Sparkassenhaus Calw zum „Tag der Stiftungen“ gaben die beiden Auskunft, warum sie die Stiftung „Familienherberge Lebensweg“ in Schützingen unterstützen und wie es generell mit der Spendenbereitschaft in Deutschland bestellt ist.

„Das Projekt in Schützingen hat mich sehr beeindruckt, weil dort schwerstkranke Kinder mit ihren Familien kostenfrei eine Heimat auf Zeit finden“, betont Alexander. „Ich habe festgestellt, dass gerade für solche lokalen Projekte immer gerne gespendet wird. Auch weil die Leute wissen wollen, wohin ihr Geld fließt.“ Und Buchwald ergänzt: „Wer so ein Schicksal zu tragen hat, braucht dringend Entlastung, Rückhalt und Unterstützung. Oft geht in unserer Gesellschaft total unter, was Eltern unter diesen Bedingungen leisten müssen.“ Zunehmend wichtiger werden aber auch die finanziellen Belange von Stiftungen. „Wo dem Staat aus gesetzlichen oder finanziellen Gründen die Hände gebunden sind, springen häufig Stiftungen ein“, sagt Jürgen Lauinger von der Sparkasse Pforzheim Calw. In seinem Vortrag „Vermögensanlagen für Stiftungen – eine große Herausforderung?“, ging er vor allem darauf ein, wie bei sinkenden Zinserträgen Gelder am besten verwaltet werden können.

Dabei komme dem Aspekt der „Erwirtschaftung“ immer größere Bedeutung zu. „Allein mit Sparbriefen oder Anleihen kann man Stiftungskapital heutzutage nicht mehr langfristig erhalten und Überschüsse zur Ausschüttung generieren“, versichert Lauinger. Er rät dazu, das Vermögen eher zu streuen, etwa in Sachwertanlagen, Immobilien und Aktien. Im Gegensatz zu früheren Tagen müssten Stiftungen auf dem finanziellen Sektor wesentlich aktiver werden und dürften sich auch nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Stiftungen sind schließlich für die Ewigkeit gedacht.