nach oben
Bei einer Führung durch den großen Park des Bauschlotter Schlosses können Besucher den Blick von der Aussichtswarte genießen. Foto: Dietrich
Bei einer Führung durch den großen Park des Bauschlotter Schlosses können Besucher den Blick von der Aussichtswarte genießen. Foto: Dietrich
09.09.2018

Tag des Denkmals: Im Park des Bauschlotter Schlosses

Neulingen-Bauschlott. Ausnahmsweise war am Sonntag der Park des Bauschlotter Schlosses für die Öffentlichkeit geöffnet. Im Stil eines englischen Landschaftsgartens wurde er um 1812 gestaltet. Der englische Park wurde mit Nutz- und Obstgärten, Brunnen und einem nicht mehr vorhandenen „Chinesischen Tempel“ angelegt.

Wegen des dichten Baumbestands ist er als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Zur Einstimmung gab es ein Platzkonzert im Cavaliershof vor der Linde durch den Musikverein Bauschlott. Eine rund zweistündige Parkführung folgte mit Revierförster Martin Schickle und rund 70 interessierten Teilnehmern. Er gab Einblicke in die Geschichte des Schlosses, das nach den Plänen des badischen Hofbaumeisters Friedrich Weinbrenner errichtet wurde. Bauherr war der Markgraf Karl Friedrich von Baden. 1961 wurde das Schloss von dem Stuttgarter Arzt Professor Stefan Sandkühler gekauft und befindet sich seither in Privatbesitz der Familie.

Beim Gang durch den vier Hektar großen Park in Privatbesitz informierte Schickle über die teils über 200 Jahre alten Bäume und den Kräutergarten. Dabei konnte auch die 1807 errichtete 15 Meter hohe Aussichtswarte begangen werden. In einem angrenzenden, zwei Hektar großen Park, welcher dem Land Baden-Württemberg gehört, befinden sich über 40 Jahre alte Obstbäume.

Angeschlossen war am Nachmittag ein Vortrag von Carolin Dieckmann zur Gartenkunst in der Anlagezeit des Bauschlotter Schlossparks sowie eine Führung mit Jeff Klotz zu Weinbrenner und seiner Baukunst.