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Die Corona-Krise hat auch im Enzkreis ihre Spuren hinterlassen. Gestern zog der Kreistag eine erste Bilanz.  Foto: Pedersen/dpa 

Tagung von gleich zwei Ausschüssen des Enzkreises: Kreistag bringt Inklusion voran und zieht Corona-Bilanz

Enzkreis. Nach langer Corona-Pause hat der Kreistag des Enzkreises am Mittwoch gleich zwei Ausschusssitzungen in Folge durchgezogen. Zuerst tagte der Sozial- und Kulturausschuss (SKA) im Landratsamt, dann der Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss (VWA). Zu beschließen gab es dabei wenig, dafür umso mehr zu berichten, so dass die Kreisräte am Ende gut drei Stunden saßen.

Inklusive Beschulung: Seit der Schließung des Hauptgebäudes der Gustav-Heinemann-Schule wegen Brandschutzmängeln arbeitet der Enzkreis an einem Bündnis für die inklusive Beschulung körperlich und geistig behinderter Schüler. Es gilt unter anderem, Klassen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren dauerhaft unterzubringen. Hier drängt laut Landratsamt die Zeit. Statt des gesamten Kreistags hat aufgrund der Corona-Beschränkungen deshalb nun der SKA eine Eilentscheidung getroffen. Die Kreisverwaltung wurde beauftragt, mit Schulträgern in der Region Verhandlungen zu führen, damit Anfang 2021 über Satelliten-Standorte der Heimemann-Schule entschieden werden kann. Es seien bereits Gespräche geführt worden, so Landrat Bastian Rosenau, und: „Die ersten Signale sind gut.“ Er hoffe, dass der Kreis mit einer Kommune „ein Leuchtturmprojekt“ hinbekomme, damit man die Erfahrungen später in der Fläche umzusetzen könne.

Bundesteilhabegesetz: Sozialdezernentin Katja Kreeb gab dem SKA einen Überblick über den Stand der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG), mit dem die Förderung von Menschen mit Behinderung grundlegend reformiert wird. „Rund 1100 Betroffene im Enzkreis beziehen derzeit Leistungen im Rahmen der Eingliederungshilfe“, erläuterte Kreeb. Nicht nur für sie habe die Reform gravierende Änderungen gebracht, sondern auch für das Landratsamt.

Mehr dazu und zu den weiteren Punkten, die besprochen wurden, lesen Sie am Donnerstag, 28. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Sven Bernhagen

Sven Bernhagen

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