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Glanzlichter: Bei „Let’s Dance“ zählen der Schauspieler Eric Stehfest und die Tänzerin Oana Nechiti zu den Favoriten. Doch trotz der Bewunderung für die Leistung der Promis bei der RTL-Tanzshow, merken die Tänzer in der Region wenig von einer neuen Lust an ihrem Hobby. kaiser
Glanzlichter: Bei „Let’s Dance“ zählen der Schauspieler Eric Stehfest und die Tänzerin Oana Nechiti zu den Favoriten. Doch trotz der Bewunderung für die Leistung der Promis bei der RTL-Tanzshow, merken die Tänzer in der Region wenig von einer neuen Lust an ihrem Hobby. kaiser
19.05.2016

Tanzshows wie „Let´s dance“ bringen Tanzvereinen keine neuen Mitglieder

Enzkreis. Wahrscheinlich ist es mit Tanzshows im Fernsehen ähnlich wie bei all den Kochsendungen. Mutti sieht dabei zu, wie die Profis Zwiebeln schnippeln, während Papa in der Küche die Fertigpizza in den Ofen schiebt. Bei RTLs „Let’s Dance“ schauen derzeit wieder über vier Millionen Menschen den Promis beim Tanzen zu. Der Sender plant bereits eine neue Tanzshow mit „Dance Dance Dance“ und Sat.1 hat auch Interesse an einer weiteren Sendung, in der sich Promis rhythmisch bewegen. Effekte hat diese neue Lust am Tanz bei den Vereinen und Schulen in der Region jedoch wenig. Zumindest steigen weder die Zahlen der Neumitglieder noch der Kursteilnehmer.

„Eine Mitgliedschaft bindet längerfristig an den Verein. Das ist für viele mit Arbeit verbunden, die sie nicht wollen“, sagt Klaus Weber, Vorsitzender des Tanzsportclubs Illingen. Bei Turnieren merkt er jedoch, dass sein Sport immer mehr Zuschauer gewinnt. „So hatten wir bei der Landesmeisterschaft der Senioren 240 Zuschauer. Das waren nicht nur Verwandte der Paare.“ Da er freitags selbst trainiert, hat Weber kaum Gelegenheit, Shows wie „Let’s Dance“ zu schauen. „Was die Shows leisten, ist die Anerkennung, dass Tanzen Leistungssport ist.“ Der Vorsitzende vom Tanzsportclub Straubenhardt/Neuenbürg, Kurt Isenberg, schaut gern in die RTL-Show rein. „Ist doch spannend zu sehen, wie sich die Promis in unserem Sport schlagen.“ Was die Sendungen auch vermitteln: „Jeder kann tanzen lernen. Wenn auch nicht immer auf Turnierniveau.“ Doch ein gesteigertes Interesse beim Nachwuchs spürt er nicht. Wenn sich die Jugend fürs Tanzen interessiere, dann eher für Hip-Hop. Sein 150 Mitglieder zählender Verein hat dafür eine Gruppe eingerichtet.

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