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Nachdem sich die Hip-Hop-Gruppe (Bild) mit ihrem Trainer nach Pforzheim verabschiedet hatte und bei den Ehrenamtlichen in der Vereinsführung die Personaldecke zu klein wurde, gab es einen Strategiewechsel beim TSC BlauGold Keltern. Den Verein gibt es nun nicht mehr. Eine Reihe von Aktivitäten findet jetzt unter dem Dach des TV Nöttingen statt. Foto: Marx, Archiv
Nachdem sich die Hip-Hop-Gruppe (Bild) mit ihrem Trainer nach Pforzheim verabschiedet hatte und bei den Ehrenamtlichen in der Vereinsführung die Personaldecke zu klein wurde, gab es einen Strategiewechsel beim TSC BlauGold Keltern. Den Verein gibt es nun nicht mehr. Eine Reihe von Aktivitäten findet jetzt unter dem Dach des TV Nöttingen statt. Foto: Marx, Archiv
27.10.2016

Tanzsportclub BlauGold Keltern aufgelöst: Zukunft im Turnverein Nöttingen

Aus der Not eine Tugend machen: So könnte man die Vorgehensweise beim Tanzsportclub (TSC) BlauGold Keltern bezeichnen. Das Vereinsschiff war im zurückliegenden Jahr in schwere See geraten und ein Schlingerkurs war die Folge.

Und weil der Verein drohte, in eine irreversible Schlagseite zu geraten, steuerte Vereinskapitän Matthias Boch aus Waldbronn einen sicheren Hafen an: Die Rede ist vom Turnverein (TV) Nöttingen. Das mittlerweile umgesetzte Strategieprojekt könnte Modellcharakter für kleinere Vereine haben, die zwar über ein ausgezeichnetes Angebot verfügen, deren Personaldecke in der Vereinsführung und bei den freiwilligen Helfern aber viel zu dünn wird. Boch spricht Klartext: Zum Schluss hätten praktisch nur er und Irene Czerson für eine aktive Arbeit in der Vorstandschaft zur Verfügung gestanden. Nun biete man das erfolgreiche, ehemalige TSC-Programm unter dem Dach des TVN an.

Das bringe Synergieeffekte mit sich, entlaste die vormalige Vorstandschaft und ermögliche den Zugriff auf deutlich mehr ehrenamtliche Mitarbeiter. So könnten die Trainingsräume im Ellmendinger Bürgersaal und im Tanzsaal des Dietlinger Rößle beibehalten werden und auch die Veranstaltungen im Dietlinger Speiterling. Ein kurzer Rückblick hilft, die Dramatik in der Vereinsentwicklung besser zu verstehen. Boch hatte zuletzt von einer turbulenten, ja einer enorm schwierigen Vereinsentwicklung gesprochen. Auf einen Schlag habe der Hip-Hop-Trainer aus der Goldstadt seine Zusammenarbeit mit dem TSC aufgekündigt und quasi übers Wochenende in einer 48-Stunden-Aktion die erfolgreiche Hip-Hop-Gruppe nach Pforzheim entführt. Dieser Verlust habe sich in konkreten Zahlen wie folgt ausgedrückt: Die Mitgliederzahl sei um 30 auf 74 gesunken.