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Muss mit einer Anklage rechnen: Jörg Tauss.
Muss mit einer Anklage rechnen: Jörg Tauss. © dpa-Archiv
21.07.2009

Tauss soll wegen Kinderporno-Verdacht vor Gericht

KARLSRUHE/BRETTEN. Nach dem Abschluss der staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen Kinderpornografie droht dem Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss eine Anklage. „Wir gehen immer noch davon aus, dass sich Herr Tauss des strafbaren Besitzes von kinderpornografischen Dateien und Bildmaterial schuldig gemacht hat“, sagte der Karlsruher Oberstaatsanwalt Rüdiger Rehring am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa; er bestätigte einen Bericht der „Bild“-Zeitung. „Wir beabsichtigen, eine Anklage zu erheben", so Rehring.

Derzeit erhalten die Anwälte Akteneinsicht. „Die Entscheidung über eine Anklage ist aber von der Zustimmung des Bundestages abhängig“, betonte Rehring. Tauss (56), der auch für auch für die Region Bretten im Bundestag sitzt, war nach dem Fund von Kinderporno-Bildern von seinen SPD-Ämtern zurückgetreten und zur Piratenpartei übergetreten.