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06.07.2011

Tauziehen um Drogeriemarkt in Neuenbürg

NEUENBÜRG. Wenn sich künftig große Einzelhandelsgeschäfte in Gemeinden ansiedeln wollen, kann das eine recht komplizierte Angelegenheit werden. Der Regionalverband will nämlich jeden einzelnen Fall gesondert betrachten. Dabei wird zu klären sein, ob eine Agglomeration,also eine Ballung von Supermärkten, vorgesehen ist.

Dabei geht es darum, ob auf der grünen Wiese und außerhalb von Versorgungskernen "ein räumlicher und funktionaler Zusammenhang" besteht. Das ist dann von Bedeutung, wenn eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern in engstem Umkreis entstehen sollen. Bisher galten solche Verkaufsflächen dann als zusammenhängend, wenn sie nicht mehr als 150 Meter voneinander entfernt waren. Darauf einigte sich einmütig der Planungsausschuss des Regionalverbandes Nordschwarzwald bei seiner öffentlichen Sitzung im Landratsamt Enzkreis.

Damit sind auch in Zukunft Konflikte unter Nachbargemeinden möglich, wie derzeit im Tauziehen um eine Ansiedlung eines Drogeriemarktes auf der Wilhelmshöhe in Neuenbürg. Der Planungsausschuss des Regionalverbands empfiehlt seiner Vollversammlung am 27. Juli, den ausgearbeiteten Kompromiss anzunehmen. Der Empfehlungsbeschluss sei mehrheitlich gefallen, erklärte der Ausschussvorsitzende Heinz Hornberger nach den nichtöffentlichen Beratungen gegenüber der PZ. Die nichtöffentliche Sitzung war der Beratung über die künftige Handhabung vorausgegangen. Der Kompromiss sieht vor, dass Neuenbürg einen Drogeriemarkt mit insgesamt 600 Quadratmeter Verkaufsfläche ansiedeln darf, seinen Bebauungsplan aber so ändern muss, dass weitere Einzelhandelsansiedlungen auf der Wilhelmshöhe ausgeschlossen sind. kn/ben

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