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Die heißen Temperaturen lassen die Felder rund um Neulingen austrocknen. Dietrich
Die heißen Temperaturen lassen die Felder rund um Neulingen austrocknen. Dietrich
04.09.2016

Temperaturen der letzten Tage wecken Erinnerungen an „Europas große Dürre“

Mal ist es zu warm, dann wieder zu kalt. Doch bei hochsommerlichen Höchstwerten von zuletzt bis zu 34 Grad Celsius, hatten wohl alle nur noch den schnellsten Weg ins kühle Nass im Kopf. Doch es geht noch heißer. Zum Beispiel im Rekordsommer 1976.

Vor 40 Jahren hatte es in der Region über fünf Wochen Temperaturen bis zu 36 Grad Celsius. Dazu blieb über diesen Zeitraum der Regen komplett aus. Diese Hitzeperiode, welche im Nachhinein auch als „Europas große Dürre“ bezeichnet wird, richtete schwere Schäden in der regionalen Land- sowie Viehwirtschaft an. Bauern hatten riesige Ernteausfälle, da das Getreide notreif geerntet werden musste. Auch die Viehwirte hatten ein großes Problem, da kein Futter mehr vorhanden war. Teilweise musste das Vieh sogar geschlachtet werden.

Die Menschen machten sich Gedanken, wie diese Hitze zu ertragen war und griffen nicht selten auf weiße Kleidung zurück, so waren auch der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt und sein Minister Egon Bahr in weißen Anzügen anzutreffen. Kinder führten auf den Straßen Regentänze auf und im Gottesdienst wurde im Chor über den Regen gesungen. Umso glücklicher waren alle, als es im September dann, wenn auch nur für kurze Zeit, kühler wurde und der langersehnte Regen endlich die Felder wässerte.