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Happiness Festival

Die Fans feierten ausgelassen beim Happiness Festival 2016. © Thomas Sommer
10.07.2014

"The Hives", "Heisskalt" und "Emil Bulls" beim Happiness

Wahnsinnige Stimmung beim 14. Happiness Festival in Schwann. 6500 Besucher feiern unter anderem „Alligatoah“ und „Marteria“. Erfolgsgeschichte auch in diesem Jahr fortgesetzt.

Bildergalerie: Superstimmung beim Happiness-Festival - 2

Gegen 16 Uhr treffe ich am Festival ein. Ich sehe das große Gelände in Schwann, das seit letztem Jahr die neue Heimat für das Happiness Festival bietet. Unweigerlich muss ich zurückdenken an die Zeit, in der meine Happiness Geschichte begann.

Und hier kommt jetzt Sven Berhagen zu Wort:

Bildergalerie: Superstimmung beim Happiness-Festival - 1

Wir befinden uns im Jahr 2007. Zum ersten Mal besuche ich mit meinen Freunden das Happiness Festival. Eine kleine Lichtung am Straßenrand, kein Zaun, keine Kontrollen. Was hier Festival verkündet, ist ein Bierverkauf und ein LKW, der als Bühne fungiert.

Bildergalerie: Erste Eindrücke vom Happiness-Festival

Die Jugendlichen sitzen im Gras oder stehen in Gruppen beisammen und lauschen der Musik. Ein kleiner Pulk sammelt sich vor der Bühne. Und heute? Das Gelände erstreckt sich über eine riesige Weide und bietet Platz für 6500 verkaufte Wochenendtickets. Eine große Reihe Shops, Essen- und Getränkestände rahmen das Ganze, unzählige Besucher laufen zwischen Gelände und Campingplatz hin und her. Vor der Bühne befinden sich schon bei der Band „Findus“ mehr Leute, als damals überhaupt vorbei kamen. Die Atmosphäre ist entspannt, trotzdem hat man das Gefühl Teil von etwas Großem zu sein.

Ich mache einen Rundgang über den Campingplatz. Angeboten seit 2009 werden es immer mehr, die hier ihre Zelte aufschlagen. Deshalb musste auch angebaut werden: Ein zeiter Campingplatz musste für 2000 neue Camper her. „Wir haben mittlerweile Festivalbesucher aus Hessen und Nordrhein-Westfalen“, erklärt Philipp Jungk vom Happiness-Team. Es sind nicht mehr die 500 Jugendlichen aus Schwann und Umgebung, die sich hier auf ein gemütliches Bier treffen. Tausende lachen, feiern und trinken zusammen. Seit 11 Uhr morgens sitzt eine Gruppe Stuttgarter Studenten schon unter ihrem Pavillon und genießt die ausgelassene Stimmung. Andere grillen oder spielen den Festival-Klassiker „Flunky Ball“. Hierbei müssen zwei Teams versuchen eine Plastikflasche mit einem Tennisball umzuwerfen. Wer trifft, darf trinken - vorzugsweise Bier. Zu „Marathonmann“ zieht es dann doch viele aus der Lethargie des Campingstuhls vor die Bühne. Und spätestens bei „Callejon“ hält es keinen mehr auf dem Boden. Es wird gesprungen und getanzt, wenn die Metalcorer richtig loslegen. Danach ist Hip-Hop angesagt: Alligatoah und Marteria gehören zur Zeit zu den beliebtesten Gruppen in Deutschland überhaupt. Die Texte wie „Willst du mit mir Drogen nehmen?“ oder „Alle haben 'nen Job, ich hab Langeweile“ kennt fast jeder Anwesende auswendig. Die Veranstalter haben also nicht nur den Musikgeschmack genau getroffen, sondern auch mit dem Wetter hatten sie Glück. Kein Regentropfen fiel am Freitag, stattdessen Sonnenschein satt. Damit nicht genug: Bei Marteria wurde es zum Schluss noch einmal richtig heiß: Überall im Publikum wurden Leuchtfakeln gezündet, die eine grandiose Stimmung erzeugten. Das Festivalgelände wurde durch die Bühnenbeleuchtung komplett in bunten Rauch gehüllt. So endet der erste Tag des Happiness Festivals. Nach den  Hip-Hop Acts wird es am Samstag rockiger, dann stürmen „Heisskalt“, „Emil Bulls“ und „The Hives“ die Bühne.