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In bitterer Armut mit nur einer mageren Kuh im Stall leben Mimmie (Theresa Martini) und ihr Großvater (Klaus Gerber). Foto: Martin Schott
In bitterer Armut mit nur einer mageren Kuh im Stall leben Mimmie (Theresa Martini) und ihr Großvater (Klaus Gerber). Foto: Martin Schott
11.05.2017

Theatergenuss für Grundschüler in Kieselbronn

Kieselbronn. Eigentlich stand Englisch, Deutsch oder Sachkunde am Vormittag auf dem Stundenplan der Kieselbronner Grundschüler, doch dann gab es Theater.

Und so zogen sämtliche neun Klassen mit 120 Kindern samt Rektorin Carolin Krauth und dem Kollegium hinüber in die benachbarte Festhalle. Dort hatte sich das Pforzheimer Stadttheater mit einem spannenden Stück angesagt. Seit Anfang des Jahres gibt es in Kieselbronn ein neues Buch über den Ort, ein 150-seitiges Fotobuch mit dem Titel „Kieselbronn in Bildern“. Das kennen die Kinder auch schon aus dem Schulunterricht. Die Idee zum Buch stammt von Rolf Kugele. In Rudolf Mehl und Pfarrer Markus Mall fand Kugele eifrige Mitstreiter. Entscheidend für die Realisierung des Bildbandes war, dass sich Dieter Eisenmann und dessen Tochter Tanja Schäffler bereitfanden, an dem Projekt mitzuwirken. Beide sind leidenschaftliche Fotografen und dokumentieren seit langem ihren Heimatort, seine Natur und auch das gesellschaftliche Leben. Eisenmann und Schäffler sichteten ihr umfangreiches Fotoarchiv und stellten mehrere hundert Bilder aus den zurückliegenden zehn Jahren für das Buch zusammen, darunter brillante Naturaufnahmen aus allen vier Jahreszeiten.

Das Buch kam so gut an, dass schon nach einem runden Vierteljahr die erste Auflage verkauft war. Aus dem Verkaufserlös des gemeinnützigen Projektes wurde nun als Geschenk an Schule und Schüler die Vorstellung des „Mobilen Theaters“ des Stadttheaters Pforzheim in der Kieselbronner Festhalle finanziert. Mit den Kindern verfolgten Rolf Kugele, Dieter Eisenmann und Tanja Schäffler das spannende Stück „Zwerge versetzen“, das ins Reich der irischen Märchen führte. Das Mädchen Mimmie, dargestellt von Theresa Martini, lebt mit seinem Großvater (Klaus Geber) in großer Armut auf der grünen Insel. Da hören sie von dem sagenhaften Schatz am Ende des Regenbogens, von dem sie sich die Lösung all ihrer Probleme erhoffen. Allerdings müssen sie den Zwerg, einen echten „Leprechaun“ überwinden, der den Schatz bewacht (dargestellt von Robert Besta). Das gelingt mit viel Witz, und am Ende ist auch der Zwerg froh, dass er den Schatz nun nicht mehr bis ans Ende aller Tage bewachen muss.