nach oben
Oliver Hiller vom Polizeirevier Süd bei der Vorstellung der Kriminalstatistik im Tiefenbronner Gemeinderat im Bürgerhaus Lehningen. Foto: Tilo Keller
Oliver Hiller vom Polizeirevier Süd bei der Vorstellung der Kriminalstatistik im Tiefenbronner Gemeinderat im Bürgerhaus Lehningen. Foto: Tilo Keller
23.07.2017

Tiefenbronn atmet auf: Dieses Jahr noch kein Einbruchsfall

Tiefenbronn. „Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, weil es von Jahr zu Jahr besser wird“, scherzte Oliver Hiller vom Polizeirevier Süd, als er zusammen mit Patric Wiedmann vom Polizeiposten Tiefenbronn den Tiefenbronner Gemeinderäten die Kriminalstatistik aus dem Jahr 2016 vorgestellt hat. Im vergangenen Jahr hat es insgesamt 97 Straftaten und damit zwei weniger als im Jahr 2015 gegeben. Auch bei der Unfallentwicklung sind die Zahlen rückläufig.

Prozentzahlen eingeordnet

Einzelne, zunächst dramatisch wirkende Prozentzahlen konnte Hiller relativieren, da beispielsweise eine Steigerung um 100 Prozent auch bedeuten kann, dass es sich nur um einen einzigen Fall handelt, wenn im Vorjahr kein Fall in der entsprechenden Kategorie vermerkt worden ist. So auch bei einer Straftat gegen sexuelle Selbstbestimmung, bei dem es sich um einen Exhibitionisten handelte. Die Polizei klärte den Fall.

Insgesamt konnten 40 Fälle aufgeklärt und 46 Tatverdächtige ermittelt werden. Der Anteil nicht deutscher Verdächtiger lag bei 21,7 Prozent. Hiller erklärte die Zahl damit, dass es beispielsweise bei Verletzungsdelikten unter Flüchtlingen immer mindestens zwei Tatverdächtige nichtdeutscher Herkunft gebe.

Der Polizeibeamte führte sinkende Zahlen bei Einbruchdiebstählen auch auf guten Einbruchschutz zurück. „Die Zeit, die der Täter braucht, um reinzukommen, wird immer länger, deshalb bleibt es oft beim Versuch“, erklärte er. Letztes Jahr gab es sechs Einbruchdiebstähle, wobei vier davon als Versuch vermerkt wurden. „In diesem Jahr hatten wir bislang keinen Einbruchsfall“, freute er sich, plädierte aber weiterhin dafür, sich über Einbruchsschutz zu informieren und verdächtige Wahrnehmungen bei der Polizei zu melden.

Als kleine Anmerkung führte er anhand eines Fotos einen Einsatz berittener Polizei an, die im Rahmen der Präsenzstreife letztes Jahr in Tiefenbronn unterwegs war. „Es gibt auch Pferde bei der Polizei“, merkte er an. Beim Thema Unfallentwicklung konnte Hiller ebenfalls über einen Rückgang berichten. Die Statistik wies 81 Unfälle und damit acht weniger als im Jahr 2015 auf. Unfälle mit Personenschaden wurden 12-mal vermerkt.

„Insgesamt sind Kriminalstatistik und Unfallentwicklung positiv“, sagte Hiller. „Ich hoffe, dass ich auch nächstes Jahr wieder in den Gemeinderat eingeladen werde, auch wenn dann die eine oder andere Zahl wieder schlechter sein könnte“. „Der Polizeiposten in Tiefenbronn tut das Möglichste“, freute sich Bürgermeister Frank Spottek über das Ergebnis.