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Zu den größten Projekten in Tiefenbronn gehörte in diesem Jahr der neue Sportplatz am Forcheneck.
Zu den größten Projekten in Tiefenbronn gehörte in diesem Jahr der neue Sportplatz am Forcheneck. © Tilo Keller
04.12.2011

Tiefenbronn baut Schulden ab

Bürgermeister Sämann legt Nachtragshaushalt 2011 für Tiefenbronn vor. Gewerbesteuer und Schlüsselzuweisungen entwickeln sich positiv.

Ich denke, es ist ein erfreulicher Nachtragshaushalt“ stellte Tiefenbronns Bürgermeister Friedrich Sämann fest, als er in der Gemeinderatssitzung das Zahlenwerk vorstellte. Nicht alle Projekte, die sich die Gemeinde vorgenommen hatte, konnte im laufenden Jahr abgewickelt werden, so dass für 2011 Haushaltsreste gebildet werden. „Die Firmen sind voll und haben keine Zeit zum Abrechnen“ erklärte der Bürgermeister. Als Beispiel nannte er den Seniorenpark, der in diesem Jahr nicht mehr abgerechnet werde.

Polster für die Zukunft

„Mit geringen Schulden und einem Polster kann man zukünftigen Entwicklungen, zumindest für die nächsten Jahre, gelassen entgegen sehen“, sagte Kämmerin Cornelia Hoeß. Sie stellte dem Gremium die Zahlen des Nachtragshaushalts 2011 vor. Sie berichtete von positiven Entwicklungen bei Gewerbesteuer, Schlüsselzuweisungen und Festgeldanlagen. Der Gesamthaushalt der Gemeinde hat sich insgesamt um 449 000 Euro auf 14,7 Millionen Euro erhöht. Im Verwaltungshaushalt gab es Mehreinnahmen von 368 000 Euro, vor allem durch Steuern und Zuweisungen. Die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt erhöhte sich um 377 000 Euro auf 732 000 Euro. Der Schuldenstand der Gemeinde sank im elften Jahr in Folge, so dass die Kreditverbindlichkeiten jetzt bei 1,38 Millionen Euro liegen. „In Anbetracht der ungewöhnlich hohen Investitionstätigkeit, ist für 2011 der Haushaltsausgleich, aufgrund der Höhe der angesammelten Rücklage, trotzdem ohne Kreditaufnahme möglich“, stellte Hoeß fest. Zu den Projekten, für die voraussichtlich Haushaltsausgabereste von fast 1,9 Millionen Euro bleiben, gehören unter anderem die Sportanlage Forcheneck, die Erschließung der Gemeindestraßen im Seniorenpark und im Gewerbegebiet.
Endspurt für Sämann

„Wir haben versucht, den größten Haushalt in Tiefenbronn abzuwickeln, aber jetzt wird auch noch 2012 abgewickelt“, sagte Bürgermeister Sämann. Hinsichtlich des Projektes Seniorenpark wies Sämann darauf hin, dass die Gemeinde Glück gehabt habe, dass für das Pflegeheim ein Gelände im Zentrum des Ortes angeboten werden konnte. „Ich bin dankbar, dass zum Abschluss meiner Amtszeit solche Maßnahmen noch durchgeführt werden konnten“, freute er sich mit Blick auf seine Pensionierung im März.

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“, fasste Gemeinderat Joachim Gerlich (CDU) seine Zustimmung zusammen. Er wies darauf hin, dass auf die Gemeinde in den nächsten Jahren viele Projekte in Sachen Erhaltung zukämen, wobei er nicht nur bei Gebäuden Sanierungsbedarf ausmachte, sondern auch im Bereich Straßen. „Es wird immer eine Frage des Gremiums sein, wie man die Prioritäten setzt“, sagte Gerlich. „Auch wenn es an der Verwaltungsspitze einen Wechsel gibt, der Gemeinderat bleibt ja da und kennt sich aus.“ Die Verwaltung hatte außerdem ein Investitionsprogramm für das nächste Jahr vorbereitet und dafür rund eine Million Euro an Ausgaben veranschlagt.