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Fragen zu Energie und Sanierungen sind ein Zukunftsthema, findet Tiefenbronns Bürgermeister Frank Spottek und informiert Bürger nicht nur mit dieser Stele. Im Hintergund ist die Ladesäule für Elektroautos, an der Car-Sharing-Fahrzeuge Strom bekommen – noch nicht ausschließlich durch Photovoltaik.  Foto: Moritz 

Tiefenbronn setzt auf die Kraft der Sonne - und organisiert erstmals eine Energie- und Handwerkermesse

Tiefenbronn, Mühlhausen und Lehningen sind in den vergangenen Jahrzehnten kräftig gewachsen. Bürgermeister Frank Spottek zeigt in seinem Büro auf die Luftbilder der drei Teilorte seiner Gemeinde, wo genau Wohngebiete in den 1970-er und 1980-er Jahren dazugekommen sind. Am Tiefenbronner Barbarapfad zum Beispiel, sagt er, im Bereich oberhalb der Mühlhäuser Bergstraße und bei den westlichen Straßenzügen in Lehningen. Dort sind heute Wohnhäuser in einem Alter, in dem sich etlichen Eigentümern die Frage nach Sanierungen stellt.

Die Gemeinde möchte den Bürgern deshalb möglichst viel Rat und Informationen zukommen lassen. Zumal in Tiefenbronns Ortskern seit dem Frühjahr Förderung aus dem Landessanierungsprogramm möglich ist. Neben Hausbesuchen von Experten mit Bauamtsleiterin Manuela Krentzel organisiert Tiefenbronn deshalb am Samstag, 7. Dezember, zum ersten Mal eine Energie- und Handwerkermesse zwischen 10 und 16 Uhr in der Gemmingenhalle, die selbst für eine Sanierung im Blick ist.

Im Mittelpunkt steht die Solarenergie, die im Gegensatz zu Wind und Wasser in der Biet-Gemeinde großes Potenzial habe, so Spottek. Das zumindest weise das Solardachkataster des Landes Baden-Württemberg für alle drei Orte aus. Rund 90 Prozent aller Hausdächer, schätzt der Rathauschef, seien laut Kataster sehr gut oder gut für Sonnenkollektoren geeignet. So passen die Messe und die Beratungsanstrengungen zu dem Klimaschutzkonzept, das die Kommune aus dem Gemeindeentwicklungsplan und den Quartierkonzepten entwickelt hat. Jetzt setze man auf den Kontakt zu Handwerkern aus der Gemeinde und drumherum und zu Experten von Energieagenturen wie dem Energie- und Bauberatungszentrum (ebz) in Pforzheim.

Die Bürger sollen sich ein Bild machen können, wie Photovoltaik und Solarthermie für ihr Haus funktionieren könnte und welche Speichermöglichkeiten es gibt. Bei der Messe informieren darüber Udo Mürle von der Pforzheimer Firma Elektro-Mürle und Björn Ehrismann vom ebz, Birgit Abrecht vom Büro für Solar-Architektur spricht über nachhaltige Dämmungen. Insgesamt sind bei der Premiere 15 Aussteller dabei.

Dass man im Tiefenbronner Rathaus darin ein Dauerthema sieht, zeigt eine Stele, die Besuchern Kontakte zeigt, wenn sie Fragen zu Energie und Sanierungen haben.

Alexander Heilemann

Alexander Heilemann

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